23 March 2026, 20:38

Strack-Zimmermann fordert FDP-Doppelspitze und stellt Dürrs Führung infrage

Deutsches Propagandaplakat der NSDAP mit zwei Männern auf einem Sofa mit Text.

Strack-Zimmermann fordert FDP-Doppelspitze und stellt Dürrs Führung infrage

Marie-Agnes Strack-Zimmermann, eine führende Europaabgeordnete der Freien Demokratischen Partei (FDP), hat sich als mögliche Co-Vorsitzende ins Spiel gebracht. Der Schritt erfolgt nach der schweren Niederlage der Partei bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz, wo sie mit nur 2,1 Prozent der Stimmen an der Fünf-Prozent-Hürde für den Einzug ins Parlament scheiterte. Ihr Vorstoß deutet auf wachsende Unzufriedenheit mit der Führung des aktuellen Parteichefs Christian Dürr hin.

Die Krise der FDP vertiefte sich nach den Landtagswahlen im März 2026. In Baden-Württemberg erreichte die Partei lediglich 4,4 Prozent der Stimmen, während sie in Rheinland-Pfalz auf 2,1 Prozent abrutschte. Diese Verluste führten am 23. März zum Rücktritt des gesamten Bundesvorstands, doch Dürr – der im Mai 2025 die Nachfolge von Christian Lindner angetreten hatte – kündigte an, sich auf dem anstehenden Bundesparteitag Ende Mai zur Wiederwahl zu stellen.

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Strack-Zimmermanns Angebot, die Partei gemeinsam mit einer zweiten Führungspersönlichkeit zu leiten, spiegelt ihr Misstrauen gegenüber Dürr wider. Allerdings sehen die aktuellen Statuten der FDP keine Doppelspitze vor. Eine Abstimmung über eine Satzungsänderung, die Co-Vorsitzende ermöglichen würde, ist für denselben Bundesparteitag Ende Mai vorgesehen.

Dürr hatte den Parteivorsitz übernommen, nachdem die FDP bei der Bundestagswahl im Februar 2025 den Einzug in den Bundestag verpasst hatte. Seine Kandidatur für eine weitere Amtszeit stößt nun auf interne Kritik, die durch Strack-Zimmermanns Herausforderung zusätzlich an Fahrt gewinnt – kurz vor der entscheidenden Abstimmung.

Der Bundesparteitag der FDP Ende Mai wird darüber entscheiden, ob das Modell einer doppelten Führung eingeführt wird. Falls der Antrag angenommen wird, könnte Strack-Zimmermann die Macht mit einer weiteren Person teilen und damit die Ausrichtung der Partei neu prägen. Das Ergebnis wird nicht nur über Dürrs Zukunft entscheiden, sondern auch die strategische Neuaufstellung der FDP nach monatelangen Wahlniederlagen bestimmen.

Quelle