Prien drängt auf strengere Social-Media-Regeln für Kinder und Jugendliche
Karl-Peter MöchlichenPrien drängt auf strengere Social-Media-Regeln für Kinder und Jugendliche
Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) setzt sich weiterhin für strengere Regeln für Kinder und Jugendliche in sozialen Medien ein. Die Diskussionen dazu laufen noch, im Juni werden die Empfehlungen einer Fachkommission erwartet. Prien betont, wie wichtig Schutz, Stärkung und Mitwirkung junger Nutzer bei der Ausgestaltung neuer Maßnahmen sind.
Gegenüber der Bild bestätigte Prien, dass der Vorschlag weiterhin geprüft werde. Sie befürwortet einen ausgewogenen Ansatz, der den Schutz von Kindern und Jugendlichen in den Vordergrund stellt, gleichzeitig aber auch deren aktive Teilhabe in digitalen Räumen fördert.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte zuvor Bedenken gegen ein vollständiges Verbot sozialer Medien für Minderjährige geäußert. Stattdessen unterstrich er die Verantwortung der Eltern, die Nutzung zu begleiten, und forderte eine bessere Vermittlung von Medienkompetenz. Prien erkannte diese Punkte an, bleibt aber bei ihrer Forderung nach schärferen Regularien.
Die Bundesregierung wird die Empfehlungen der Fachkommission nach deren Vorlage im Juni prüfen. Anschließend soll ein Maßnahmenpaket – möglicherweise inklusive neuer Gesetze – auf den Weg gebracht werden.
Die Debatte über strengere Vorschriften für junge Nutzer in sozialen Medien dauert an. Eine endgültige Entscheidung wird nach dem Bericht der Expertenkommission im kommenden Monat fallen. Ziel etwaiger neuer Regelungen wäre es, Bedenken zu adressieren und gleichzeitig Eltern, Pädagogen und junge Menschen in den Prozess einzubinden.






