Novelis Koblenz rettet 197 Arbeitsplätze durch Tarifkompromiss und freiwillige Lösungen
Wibke WeitzelNovelis Koblenz rettet 197 Arbeitsplätze durch Tarifkompromiss und freiwillige Lösungen
Beschäftigte des Novelis-Werks in Koblenz verhindern betriebsbedingte Kündigungen nach wochenlangen Verhandlungen
Nach wochenlangen Verhandlungen ist es den Mitarbeitenden des Novelis-Standorts in Koblenz gelungen, betriebsbedingte Entlassungen abzuwenden. Ursprünglich hatte das Unternehmen aufgrund wirtschaftlicher Zwänge den Abbau von 197 Arbeitsplätzen geplant. Stattdessen schützt eine neu ausgehandelte Vereinbarung nun die Beschäftigung durch freiwillige Maßnahmen und flexible Arbeitszeitmodelle.
Der Konflikt war entstanden, als Novelis die Pläne zur Verkleinerung der Belegschaft bekannt gab. Die Beschäftigten, unterstützt von der IG Metall Koblenz, lehnten die Vorschläge ab und drängten auf alternative Lösungen. Ali Yener, der Hauptvertreter der Gewerkschaft, lobte im Nachhinein den gemeinsamen Einsatz und betonte, dass starke Ergebnisse möglich seien, wenn sich die Belegschaft zusammenschließe.
Die Verhandlungen führten zu einem umfassenden Paket, das einen neuen Tarifvertrag sowie einen Sozialplan umfasst. Die Vereinbarung unter dem Titel „Betriebliche Effizienz“ garantiert Lohnsicherheit und fördert gleichzeitig die freiwillige Reduzierung der Arbeitszeit. Zudem wurden weitere Maßnahmen eingeführt, darunter schrittweise Altersübergänge, neue Schichtmodelle und Qualifizierungsprogramme.
Denis Hammer, Vorsitzender des Betriebsrats, unterstrich die Bedeutung nachhaltiger Lösungen statt Stellenstreichungen. Die endgültige Einigung ersetzt Zwangskündigungen durch freiwillige Austrittsregelungen und flexible Arbeitsoptionen.
Die Vereinbarung sichert die Arbeitsplätze am Koblenzer Standort, ohne auf betriebsbedingte Entlassungen zurückgreifen zu müssen. Die Beschäftigten profitieren von Lohnschutz, freiwilligen Arbeitszeitanpassungen und Weiterbildungsmöglichkeiten. Das Ergebnis zeigt, wie wirtschaftliche Notwendigkeiten und Arbeitsplatzsicherheit durch gemeinsames Handeln in Einklang gebracht werden können.






