Koblenz gibt Widerstand gegen FOC-Erweiterung in Montabaur auf
Die Stadt Koblenz hat beschlossen, die Erweiterung des Factory Outlet Centers (FOC) im nahegelegenen Montabaur nicht anzufechten. Zwar hatten Vertreter der Stadt zuvor Bedenken wegen der Auswirkungen auf den lokalen Einzelhandel geäußert, doch letztlich verzichtete man auf rechtliche Schritte. Die Entscheidung folgt einer Prüfung, die ergab, dass das Vorhaben alle gesetzlichen Anforderungen erfüllt.
Ursprünglich war in Montabaur eine Erweiterung des FOC um 21.800 Quadratmeter geplant. Nach Anpassungen wurde die Genehmigung für eine um 9.800 Quadratmeter vergrößerte Verkaufsfläche erteilt, sodass die Gesamtfläche künftig 19.800 Quadratmeter betragen wird. Die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord (SGDN) kam in ihrer Bewertung zu dem Schluss, dass das Projekt die Koblenzer Innenstadt nicht spürbar beeinträchtigen werde.
Koblenz hatte argumentiert, die Umweltverträglichkeitsprüfung vernachlässige die bereits bestehenden negativen Folgen des Centers für die hiesigen Händler. Die Stadtführung befürchtete, die Erweiterung könnte noch mehr Kundschaft von den innerstädtischen Geschäften abziehen. Trotz dieser Sorgen stimmte der Stadtrat am 28. Mai 2026 gegen eine Klage zur Verhinderung des Projekts.
Montabaur hat inzwischen die Baugenehmigung für die erste Bauphase erhalten. Da alle behördlichen Auflagen erfüllt sind, kann die Erweiterung wie geplant umgesetzt werden – und damit endet der Widerstand aus Koblenz.
Das FOC in Montabaur wird nun mit der reduzierten Erweiterung fortfahren. Durch Koblenz’ Verzicht auf eine Anfechtung des Bebauungsplans ist das letzte große Hindernis ausgeräumt. Nach Fertigstellung wird sich die Verkaufsfläche des Outlet-Centers nahezu verdoppeln.






