Jens Zangenfeind gewinnt Stichwahl um Landrat in Miesbach mit 78 Prozent
Wibke WeitzelJens Zangenfeind gewinnt Stichwahl um Landrat in Miesbach mit 78 Prozent
Jens Zangenfeind von der Freien Wählergemeinschaft (FWG) hat die Stichwahl um das Amt des Landrats im Landkreis Miesbach mit einem deutlichen Ergebnis von 78 Prozent der Stimmen gewonnen. Sein Sieg markiert einen klaren Wandel in der lokalen Führung und beendet die jüngste Dominanz der CSU in dieser Position.
Die Wahl folgte auf eine erste Runde, in der Zangenfeind mit 45,3 Prozent vor dem CSU-Kandidaten Franz Schnitzenbaumer lag, der 25,6 Prozent erreichte. Ursprünglich hatten sich sieben Bewerber um die Nachfolge von Olaf von Löwis beworben, dem scheidenden CSU-Landrat, der nach einer Amtszeit nicht mehr antrat.
Zangenfeind, bisher Bürgermeister von Hausham, trat in der finalen Abstimmung gegen Schnitzenbaumer an, den ehemaligen Bürgermeister von Schliersee. Das Ergebnis steht in starkem Kontrast zur früheren Vorherrschaft der CSU, die den Landkreis lange dominiert hatte, bis um 2014 mit Wolfgang Rzehak von den Grünen einer der ersten grünen Landräte Deutschlands das Amt übernahm.
Schnitzenbaumer erhielt in der Stichwahl nur noch 22 Prozent – ein deutlicher Rückgang gegenüber seinem Ergebnis im ersten Wahlgang. Das Ergebnis bestätigt den Trend einer politischen Diversifizierung in Miesbach, wo bereits Rzehaks Wahl die jahrzehntelange CSU-Herrschaft über das Amt gebrochen hatte.
Zangenfeinds Erdrutschsieg sichert ihm die Position als neuer Landrat. Das Ergebnis unterstreicht den breiteren Wandel in der Führung des Landkreises Miesbach, der sich von der traditionellen CSU-Kontrolle löst. Seine Amtszeit beginnt mit einem klaren Mandat von fast vier Fünfteln der Wähler.






