27 June 2026, 06:23

Weihnachtsgeld 2024: Warum nur 50 bis 65 Prozent vom Bonus übrig bleiben

Weihnachtsgeld brutto oder netto: Wie viel bleibt übrig?

Weihnachtsgeld 2024: Warum nur 50 bis 65 Prozent vom Bonus übrig bleiben

Weihnachtsgeld in Deutschland unterliegt anderen Steuerregeln als das reguläre Gehalt. Diese Sonderzahlungen sind in voller Höhe steuerpflichtig und führen aufgrund des deutschen Steuersystems oft zu einer spürbar geringeren Nettoauszahlung. Arbeitnehmer erhalten nach Abzügen in der Regel nur 50 bis 65 Prozent ihres Bruttobonus.

Da das gesamte Weihnachtsgeld im Jahr der Auszahlung versteuert wird, kann es passieren, dass Empfänger dadurch in eine höhere Steuerklasse rutschen. Zudem werden bis zu 22 Prozent Sozialabgaben einbehalten. Gutverdiener können diese Abgaben jedoch umgehen, wenn ihr Bonus die Beitragsbemessungsgrenze überschreitet.

Um die Belastung zu mindern, greift die Sechstelregelung, sobald der Bonus mehr als 25 Prozent des monatlichen Bruttogehalts beträgt. Dadurch verringert sich die Steuerlast auf das Zusatzeinkommen. Mit einem Brutto-Netto-Rechner können Arbeitnehmer ihre genaue Auszahlungssumme ermitteln.

Im Jahr 2024 lag das durchschnittliche Brutto-Weihnachtsgeld für Beschäftigte mit Tarifvertrag bei 2.987 Euro. Nach Abzügen blieben davon meist 1.500 bis 1.900 Euro übrig. Durch eine spätere Steuererklärung lässt sich unter Umständen ein Teil der einbehaltenen Beträge zurückholen – etwa wenn das tatsächliche Einkommen niedriger ausfiel als geschätzt.

Die Nettoauszahlung des Weihnachtsgelds schwankt oft stärker als beim regulären Lohn. Ausschlaggebend sind dabei Steuerklasse, Sozialabgaben und mögliche Rückerstattungen. Mit Hilfsmitteln wie der Sechstelregelung oder Online-Rechnern können Arbeitnehmer ihre voraussichtliche Auszahlung besser abschätzen.

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