Salzgitter blockiert Tiny Houses: Warum der Stadtrat den Wohnraum-Impuls ablehnt
Karl-Peter MöchlichenSalzgitter blockiert Tiny Houses: Warum der Stadtrat den Wohnraum-Impuls ablehnt
Ein Vorschlag zur Einführung von Tiny Houses in Salzgitter ist auf starken Widerstand im örtlichen Stadtrat gestoßen. Die DiBo-Gruppe, bestehend aus ehemaligen AfD-Politikern, hatte sich für klarere Richtlinien bei Baugenehmigungen für die kompakten Wohnformen eingesetzt. Ihr Antrag zielte darauf ab, den Wohnraummangel zu lindern und älteren Bürgern den Umzug in kleinere Wohnungen zu erleichtern.
Die von Thomas Disselhof und Jörg Bogun geführte DiBo-Gruppe reichte den Antrag offiziell beim Rat ein. Darin forderten sie, Tiny Houses in die Bebauungspläne Salzgitters aufzunehmen und spezifische Vorschriften für Bau und Aufstellung festzulegen. Zudem betonte die Gruppe die Notwendigkeit verlässlicher Baugenehmigungen, um Investitionen in solche Projekte zu fördern.
Laut dem Vorschlag könnten Tiny Houses die finanzielle Belastung der Stadt verringern, indem ältere Bewohner größere Immobilien an jüngere Familien verkaufen. Die Gruppe verwies darauf, dass diese Häuser oft barrierefrei gestaltet sind und sich daher ideal für Senioren eignen, die selbstständig in kleinerem Rahmen leben möchten.
Trotz dieser Argumente lehnte der Rat den Antrag mit großer Mehrheit ab. Nur zwei Mitglieder stimmten dafür, wodurch das Vorhaben vorerst vom Tisch ist.
Die Ablehnung bedeutet, dass Tiny Houses vorerst nicht in die Bebauungspläne Salzgitters aufgenommen werden. Die Entscheidung des Rates lässt den bisherigen Umgang der Stadt mit kompaktem Wohnraum unverändert. Ältere Bürger, die nach kleineren Wohnalternativen suchen, müssen sich daher nach anderen Lösungen umsehen.






