AfD gewinnt bei Migranten: Wer wählt die Partei – und wer bleibt loyal?
Branko JüttnerAfD gewinnt bei Migranten: Wer wählt die Partei – und wer bleibt loyal?
Eine neue Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung zeigt wandelnde politische Bindungen unter Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland. Die Untersuchung belegt den wachsenden Zuspruch für die AfD, insbesondere in bestimmten Gruppen, während die traditionellen Parteien an Rückhalt verlieren. Die Ergebnisse folgen auf die starken Wahlergebnisse der Partei bei den jüngsten Integrationswahlen in Nordrhein-Westfalen.
Die Studie offenbart deutliche Unterschiede in der AfD-Unterstützung je nach Herkunft. Bei Menschen polnischer Abstammung und Spätaussiedlern liegt die Partei mit 33 Prozent nun an der Spitze – ein bemerkenswerter Wandel, da die Union in diesen Gemeinschaften deutlich an Zustimmung eingebüßt hat.
Dagegen landet die AfD bei Wähler:innen mit türkischen Wurzeln nur auf Platz fünf. Russischstämmige Befragte liegen dazwischen, mit moderater AfD-Unterstützung. Die SPD bleibt in dieser Gruppe mit 43 Prozent klar dominierend.
Auch bei Kommunalwahlen im Ruhrgebiet zeigte sich der AfD-Aufstieg. Die Partei erreichte in mehreren Städten den zweiten Platz und wurde in Hagen sogar stärkste Kraft. Diese Ergebnisse spiegeln die in der Studie identifizierten übergeordneten Trends wider.
Insgesamt bestätigt die Untersuchung die wachsende Bedeutung der AfD bei Wähler:innen mit Migrationshintergrund. Die Zugewinne der Partei fallen mit sinkender Unterstützung für etablierte Kräfte wie die Union zusammen.
Die Studie unterstreicht die zunehmende elektoralen Stärke der AfD in spezifischen Gemeinschaften, vor allem bei Menschen polnischer Herkunft. Gleichzeitig hält die SPD bei russischstämmigen Wähler:innen eine klare Führung, während die Union Verluste hinnehmen muss. Diese Verschiebungen folgen auf die jüngsten Erfolge der AfD bei den Integrationswahlen in Nordrhein-Westfalen.






