03 April 2026, 02:28

Münster senkt Emissionen um 37 Prozent – doch das CO₂-Budget ist fast aufgebraucht

Stadtansicht mit Gebäuden im Vordergrund und einem blauen Himmel im Hintergrund, mit Solarpanelen auf einem Dach, die den Einsatz erneuerbarer Energien anzeigen.

Münster senkt Emissionen um 37 Prozent – doch das CO₂-Budget ist fast aufgebraucht

Münster hat bedeutende Fortschritte beim Rückgang der Emissionen und der Steigerung erneuerbarer Energien erzielt. Aktuelle Zahlen zeigen, dass der Ausstoß an Treibhausgasen im Jahr 2024 nun 37 Prozent niedriger liegt als 1990. Gleichzeitig verzeichnet die Stadt einen rasanten Ausbau der Solarenergie, insbesondere in Wohngebieten.

In den vergangenen vier Jahren hat Münster seine Photovoltaik-Kapazität verdoppelt – und damit genauso viel zugebaut wie in den beiden Jahrzehnten davor. Vor allem Wohngebäude treiben dieses Wachstum voran und tragen dazu bei, dass erneuerbare Energien mittlerweile 24 Prozent des Stromverbrauchs der Stadt decken. Gleichzeitig ist der Energieverbrauch auf 85 Prozent des Niveaus von 1990 gesunken, wobei er zwischen 2023 und 2024 um vier Prozentpunkte zurückging.

Auch die Emissionen sind deutlich gesunken. Allein in den Jahren 2023 und 2024 verringerte sich der CO₂-Ausstoß um etwa 140.000 Tonnen, sodass die Gesamtemissionen nun bei 1,65 Millionen Tonnen liegen. Pro Kopf liegt der Ausstoß heute bei etwa der Hälfte des Wertes von 1990, während die Gesamtemissionen bei 63 Prozent des Basisjahres 1990 liegen. Trotz dieser Fortschritte ist das verbleibende CO₂-Budget Münsters, um die Erwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, jedoch nahezu aufgebraucht.

Auf nationaler Ebene erreichte Deutschlands Stromemissionsfaktor 2024 wieder das Niveau von 2020. Die Zahl der Solaranlagen stieg bundesweit stark an – von 3,7 Millionen Systemen Ende 2023 auf 4,8 Millionen bis Ende 2025, ein Zuwachs von 1,1 Millionen in nur zwei Jahren. Spezifische Daten, wie sich Münsters Ausbau erneuerbarer Energien im Vergleich zum Bundestrend entwickelt, liegen jedoch nicht vor.

Münsters Emissionen sinken stetig, und die Solarkapazitäten wachsen in Rekordtempo. Dennoch ist das CO₂-Budget der Stadt, um die 1,5-Grad-Grenze einzuhalten, fast erschöpft. Die aktuellen Zahlen zeigen sowohl Fortschritte als auch den dringenden Bedarf für weitere Einsparungen.

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