Mönchengladbachs Wirtschaft trotzt dem Abwärtstrend mit Rekordzahlen 2025
Jacob FiebigMönchengladbachs Wirtschaft trotzt dem Abwärtstrend mit Rekordzahlen 2025
Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Mönchengladbach (WFMG) hat ihren Finanzbericht für 2025 vorgelegt. Die Ergebnisse zeigen ein Wachstum bei Arbeitsplätzen, Investitionen und dem Verkauf von Gewerbeflächen – trotz rückläufiger Trends in der gesamten Region. Mit dem diesjährigen Bericht endet auch die 27-jährige Amtszeit des langjährigen Geschäftsführers Dr. Ulrich Schückhaus, der die Organisation verlässt.
Auf seiner letzten jährlichen Pressekonferenz präsentierte Dr. Schückhaus die Zahlen gemeinsam mit weiteren Vorstandsmitgliedern. Die Stadt verzeichnete Mitte 2025 mit 105.796 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten den höchsten Beschäftigtenstand ihrer Geschichte. Besonders der Gesundheits- und Sozialsektor trug zu diesem Erfolg bei und schuf 394 neue Arbeitsplätze, sodass die Branche nun insgesamt 21.204 Beschäftigte zählt.
Die lokale Wirtschaft entwickelte sich entgegen dem allgemeinen Trend positiv: Während die Industrie- und Handelskammer (IHK) für ihren Bezirk ein Minus von 2,9 Prozent und Nordrhein-Westfalen einen Rückgang von 2,5 Prozent meldeten, verzeichnete Mönchengladbach ein Umsatzplus von 2,9 Prozent. Auch die Zahl der Unternehmensinsolvenzen sank in der Stadt um 7,5 Prozent – ein deutlicher Kontrast zum landesweiten Anstieg von 13,6 Prozent.
Die WFMG vermarktete im Gewerbegebiet Käthe-Höffkes-Straße 5.438 Quadratmeter Gewerbefläche. Weitere 6.150 Quadratmeter wurden im Northpark Business Park verkauft, sodass insgesamt 15.000 Quadratmeter im Jahr 2025 den Besitzer wechselten. Diese Transaktionen erbrachten Erlöse von über 2,7 Millionen Euro.
Die Wirtschaftsförderung begleitete 21 Neuansiedlungen von Unternehmen, 11 Start-ups, 14 Betriebsweiterungen und 6 Unternehmensstabilisierungen. Durch diese Projekte entstanden oder wurden 546 Arbeitsplätze gesichert. Elf Vorhaben im Rahmen des Regionalen Wirtschaftsförderprogramms zogen Investitionen in Höhe von 10,9 Millionen Euro an, darunter 3,5 Millionen Euro öffentliche Fördermittel.
Dr. Schückhaus scheidet zum 30. Juni aus dem Amt und beendet damit eine 27-jährige Karriere bei der WFMG. Die Ergebnisse für 2025 unterstreichen die Widerstandsfähigkeit Mönchengladbachs in den Bereichen Beschäftigung, Investitionen und gewerbliche Aktivitäten. Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Region sticht die Entwicklung der Stadt positiv hervor.






