Moers erinnert an jüdisches Leben: Bürgermeisterin übernimmt Schirmherrschaft für Dialog-Initiative
Gerhart HenckMoers erinnert an jüdisches Leben: Bürgermeisterin übernimmt Schirmherrschaft für Dialog-Initiative
Bürgermeisterin Julia Zupancic hat die Schirmherrschaft für die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Moers übernommen. Die Bekanntgabe erfolgte auf einer Veranstaltung am Dienstag, dem 3. März, bei der die Gruppe auch eine neue Broschüre mit dem Titel "Spuren jüdischen Lebens" vorstellte. Die Veröffentlichung beleuchtet die noch sichtbaren Verbindungen der Stadt zu ihrer jüdischen Vergangenheit, darunter die ehemalige Synagoge und die Gedenksteine der "Stolpersteine".
Die Gesellschaft setzt sich seit Langem für den Dialog zwischen christlichen und jüdischen Gemeinden ein. Frühere Träger der renommierten Buber-Rosenzweig-Medaille, wie Heinz Kremers und Nikolaus Schneider, wurden für ihr Engagement in dieser Sache ausgezeichnet. Das bundesweite Netzwerk der Organisation trug dazu bei, dass die Auszeichnung nach Moers kam, und unterstreicht damit das Bekenntnis zu Erinnerung und Bildung.
Auf der Veranstaltung betonte Bürgermeisterin Zupancic ihr Engagement für die Bewahrung des Gedenkens an das jüdische Leben in der Stadt. Zudem versprach sie, sich durch laufende Initiativen gegen Antisemitismus einzusetzen. Die neu erschienene Broschüre ist zum Preis von drei Euro in öffentlichen Einrichtungen in Moers erhältlich. Sie dokumentiert die Geschichten von Persönlichkeiten wie Dr. Hermann Bähr und Maria Djuk, die als jüdische Bürger vor der NS-Zeit in der Stadt lebten.
Die Einbindung jüngerer Generationen bleibt ein zentrales Anliegen der Gesellschaft. Durch Kooperationen mit örtlichen Schulen soll sichergestellt werden, dass die Geschichte jüdischen Lebens in Moers nicht in Vergessenheit gerät.
Die neue Broschüre bietet den Bürgerinnen und Bürgern eine konkrete Möglichkeit, sich mit dem jüdischen Erbe Moers' auseinanderzusetzen. Mit der Unterstützung von Bürgermeisterin Zupancic werden die Bemühungen um Aufklärung und Erinnerung fortgesetzt. Durch Schulprojekte und öffentliche Angebote hält die Gesellschaft die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit wach.






