Mainz kämpft mit massivem Fachkräftemangel – Handwerk und Bau besonders betroffen
Wibke WeitzelMainz kämpft mit massivem Fachkräftemangel – Handwerk und Bau besonders betroffen
Mainz hat die Ergebnisse einer im November 2025 durchgeführten Unternehmensbefragung zum Fachkräftemangel veröffentlicht. Die Studie zeigt erhebliche Herausforderungen in zahlreichen Branchen, wobei viele Unternehmen Schwierigkeiten haben, offene Stellen zu besetzen.
Besonders betroffen sind das Handwerk, die Bauwirtschaft und der verarbeitende Sektor. Fehlende Bewerber und unzureichende Qualifikationen gelten als Hauptgründe für die Einstellungsprobleme. Aktuell melden 62 Prozent der Firmen unbesetzte Positionen, während 40 Prozent die Lage als mittel bis kritisch einstufen.
Um gegenzusteuern, vereinfachen Betriebe Bewerbungsverfahren und führen flexible Arbeitszeiten ein. Flexible Arbeitsmodelle und Weiterbildungsangebote bleiben die beliebtesten Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung. Die Anwerbung internationaler Fachkräfte und KI-gestützte Personalauswahl werden hingegen trotz ihres Potenzials noch kaum genutzt.
Die Stadt selbst erhielt positives Feedback: 72 Prozent der Befragten bewerten Mainz als guten Wirtschaftsstandort. Als Reaktion darauf wollen die lokalen Behörden Förderprogramme ausbauen, um den Fachkräftemangel zu bekämpfen und die Attraktivität des Standorts weiter zu stärken.
Die Umfrage unterstreicht den dringenden Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften in Schlüsselbranchen. Unternehmen setzen auf neue Strategien, um Personal zu gewinnen und zu halten, während die Stadt daran arbeitet, das wirtschaftliche Umfeld zu verbessern. Die Daten sollen als Grundlage für künftige Maßnahmen dienen, um den Mangel zu lindern und das Wachstum zu sichern.
