25 May 2026, 04:28

Koblenz kämpft mit Plakaten und Bußgeldern für sichere Radwege und korrekte Überholabstände

Kampagne für mehr Fahrradsicherheit

Koblenz kämpft mit Plakaten und Bußgeldern für sichere Radwege und korrekte Überholabstände

Koblenz startet Verkehrssicherheitskampagne für mehr Sicherheit im Radverkehr

Ab dem 6. Februar 2024 setzt Koblenz eine Kampagne für mehr Verkehrssicherheit in Gang, die sich auf bessere Bedingungen für Radfahrer konzentriert. Im Mittelpunkt steht die Aufklärung von Autofahrern über die korrekten Überholabstände zu Radlern. Die Stadt will damit Unfälle verringern und mehr Menschen zum Umstieg auf das Fahrrad motivieren.

Im Rahmen der Initiative werden an zehn zentralen Standorten in Koblenz großformatige Plakate aufgestellt. Diese erinnern Autofahrer an die gesetzlich vorgeschriebenen Mindestabstände beim Überholen: 1,5 Meter innerorts und 2 Meter außerorts. Wer diese Regeln missachtet, muss mit Bußgeldern von bis zu 80 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen.

Eine Studie der Münchner Niederlassung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) ergab, dass 63 Prozent der Autofahrer Radfahrer zu knapp überholen. Dies erhöht das Risiko von Zusammenstößen, darunter auch sogenannte Doorings – Unfälle, bei denen plötzlich eine Autotür im Weg eines Radfahrers geöffnet wird. Solche Gefahren können Menschen davon abhalten, Rad zu fahren, oder sie zwingen, bestimmte Strecken zu meiden.

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Zur Unterstützung der Kampagne haben der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) und die Arbeitsgemeinschaft Fahrrad- und Fußgängerfreundlicher Kommunen Thüringen (AGFK) übersichtliche Flyer erstellt, die die wichtigsten Regeln für Autofahrer und Radfahrer zusammenfassen. Die Materialien sind online unter koblenz.de/radverkehr abrufbar. Zudem baut die Stadt ihre Radinfrastruktur aus, um die Straßen für alle Verkehrsteilnehmer sicherer und zugänglicher zu machen.

Verantwortliche in der Stadtverwaltung betonen, dass Radfahren eine gleichberechtigte und vollwertige Verkehrsform sei. Alle Verkehrsteilnehmer – ob zu Fuß, auf zwei Rädern oder im Auto – müssten sich an die Regeln halten, um die Sicherheit aller zu gewährleisten.

Die Kampagne läuft ab dem 6. Februar 2024 mit Plakaten und Informationsmaterialien, die die Einhaltung der Überholabstände vermitteln. Durch Aufklärung und konsequente Kontrolle will Koblenz die Unfallzahlen senken und ein fahrradfreundlicheres Umfeld schaffen. Langfristig strebt die Stadt an, die Radnutzung durch bessere Sicherheit und Infrastruktur zu steigern.

Quelle