25 April 2026, 22:30

Interreligiöser Dialog in Aachen zieht Hunderte in den Krönungssaal

Eine Karte von Mitteleuropa aus dem Jahr 1618, die die religiöse Landschaft illustriert und mit beschreibendem Text annotiert ist.

Interreligiöser Dialog in Aachen zieht Hunderte in den Krönungssaal

Interreligiöser Dialog zieht großes Publikum in den Aachener Krönungssaal

Am Mittwochabend lockte ein interreligiöser Dialog zahlreiche Besucher in den Aachener Krönungssaal. Die von der Internationalen Karlspreis-Stiftung Aachen organisierte Veranstaltung brachte religiöse Führungspersönlichkeiten zusammen, um über die Rolle des Glaubens in Europa zu diskutieren. Fast 300 Menschen nahmen teil – deutlich mehr als die erwarteten 230 –, sodass zusätzliche Sitzplätze bereitgestellt werden mussten.

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Die Podiumsdiskussion, Teil der Reihe Aachener Interreligiöser Dialog, stand unter dem Motto "Wie Religion Europa prägt". Zu den Teilnehmern zählten der Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt, Kardinal Reinhard Marx sowie der islamische Theologe Mouhanad Khorchide. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie der Glaube den Kontinent beeinflusst und warum die Spaltung zwischen den Religionsgemeinschaften wächst.

Kardinal Marx warnte davor, Religion als Instrument für Konflikte zu missbrauchen. Er betonte, wie wichtig gegenseitiger Respekt in der öffentlichen Debatte sei. Oberrabbiner Goldschmidt verwies auf die gemeinsamen demokratischen Werte von Judentum, Christentum und Islam, die er als Grundlage für eine Zusammenarbeit bezeichnete.

Mouhanad Khorchide hob gemeinsame ethische Prinzipien hervor, etwa die Nächstenliebe und das friedliche Zusammenleben. Diese Werte könnten, so sein Argument, die Unterschiede zwischen den Religionen überbrücken. Das Publikum beteiligte sich lebhaft – die zahlreichen Fragen verlängerten die Veranstaltung über die geplante Zeit hinaus.

Der Abend endete mit einem Appell, den Dialog zwischen den Religionsgemeinschaften fortzuführen. Die Organisatoren zeigten sich erfreut über das große öffentliche Interesse, das sich in der hohen Besucherzahl widerspiegelte. Künftige Veranstaltungen der Reihe sollen die Debatte über Glauben und Gesellschaft in Europa vertiefen.

Quelle