24 May 2026, 20:34

Grüne nennen Heizungsgesetz ein "Chaos" – Klimaziele in Gefahr

Grüne fordern Stopp des neuen Heizungsgesetzes

Grüne nennen Heizungsgesetz ein "Chaos" – Klimaziele in Gefahr

Die klimapolitische Sprecherin der Grünen, Lisa Badum, hat den Entwurf des geplanten Heizungsgesetzes der Regierung scharf kritisiert. Sie bezeichnete den Gesetzentwurf als ein „Chaos-Gesetz“ ohne belastbaren Plan, um die Klimaziele im Wärmebereich zu erreichen. Badum warnte zudem, dass die Regelung am Ende eher der fossilen Gasindustrie nütze als die Emissionen zu senken.

Das vom Kabinett gebilligte Vorhaben sieht vor, ab 2029 schrittweise auf klimafreundliche Heizungsbrennstoffe umzustellen. Bis 2040 soll ein steigender Anteil an Biogas herkömmliches Erdgas ersetzen. Doch Badum lehnte diesen Ansatz in einem Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland als eine „Biogas-Treppe ins Nichts“ ab.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Bundesregierung räumte ein, dass sie den künftigen Biogasbedarf und die verfügbaren Mengen nicht abschätzen könne. Auf eine parlamentarische Anfrage Badums hin bestätigten Beamte, dass es keine verlässlichen Daten zur Versorgungssicherheit gebe. Auch Verbände wie der BDEW und der VKU fordern Klarheit, wie der Ausbau der Biogasproduktion gelingen soll, um die neuen Vorgaben zu erfüllen.

Badum argumentierte, das Gesetz belaste Mieterinnen und Mieter finanziell übermäßig. Die schlecht konzipierte Regelung werde weder echten Klimaschutz bringen noch die Abhängigkeit von Gasunternehmen verringern – im Gegenteil: Sie spiele der Gaslobby in die Hände. Kritiker fragen zudem, wo das benötigte Biomethan herkommen soll, da die bestehenden Kapazitäten bereits für andere Sektoren verplant sind.

Die Umsetzung des Heizungsgesetzes steht angesichts wachsender Zweifel an seiner Machbarkeit und den Kosten zunehmend in der Kritik. Ohne klare Antworten zur Biogasverfügbarkeit bleibt die Zukunft der Regelung ungewiss. Mieterverbände und Wirtschaft fordern mehr Transparenz, bevor die Vorschriften in Kraft treten.

Quelle