23 May 2026, 06:24

Dobrindt wiegelt AfD-Machtkampf vor Ost-Wahlen ab – doch die Warnungen bleiben

Innerminister Dobrindt: Warnungen vor AfD-Putsch sind Schreckschuss

Dobrindt wiegelt AfD-Machtkampf vor Ost-Wahlen ab – doch die Warnungen bleiben

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat Warnungen vor einem möglichen Machtgriff der rechtspopulistischen AfD vor den Landtagswahlen in Ostdeutschland zurückgewiesen. Seine Äußerungen folgen auf Besorgnis nach der Ankündigung des Spitzenkandidaten der Partei in Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, bis zu 200 Stellen in der Landesverwaltung durch eigene Leute zu besetzen, falls die AfD die Wahl gewinnt. Dobrindt bezeichnete solche Befürchtungen als übertrieben und betonte, es bleibe noch genug Zeit, um mögliche Risiken zu entschärfen.

Die Debatte war entfacht, nachdem Siegmund, der AfD-Spitzenkandidat in Sachsen-Anhalt, Pläne bekannt gegeben hatte, zwischen 150 und 200 Beamtenposten neu zu besetzen, sollte seine Partei die Wahl für sich entscheiden. Diese Ankündigung veranlasste Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD), vor einem möglichen „Staatsstreich“ zu warnen und Alarm wegen des wachsenden Einflusses der AfD in der Regierung zu schlagen.

Dobrindt reagierte darauf mit der Frage, welchen Nutzen es habe, „Untergangsszenarien“ über die Auswirkungen der AfD an die Wand zu malen. Er räumte ein, dass es auf sozialen Medien Desinformationskampagnen und koordinierte Einflussnahmen gebe – auch von ausländischen Akteuren. Allerdings gebe es keine Belege für eine ernsthafte ausländische Einmischung in die anstehenden Landtagswahlen, so der Minister. Zudem sei kein spürbarer Anstieg solcher Aktivitäten vor der Wahl zu verzeichnen.

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Der Minister lehnte Forderungen nach zusätzlichen Schutzmaßnahmen ab, um zu verhindern, dass sensible Sicherheitsinformationen in falsche Hände geraten, falls die AfD an die Regierung kommt. Stattdessen betonte er die Notwendigkeit politischer Vorbeugemaßnahmen, um mögliche Risiken zu bewältigen. Dobrindt versicherte, die bestehenden Systeme seien robust genug, um etwaige Herausforderungen zu meistern.

Die Auseinandersetzung unterstreicht die Spannungen um die wachsenden politischen Ambitionen der AfD in Ostdeutschland. Während Dobrindt auf die Zuverlässigkeit der bestehenden Schutzmechanismen vertraut, warnen Kritiker weiterhin vor den Plänen der Partei. Die anstehenden Wahlen werden zeigen, ob die AfD genug Einfluss gewinnt, um ihre vorgeschlagenen Veränderungen in Sachsen-Anhalt umzusetzen.

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