19 March 2026, 10:48

Bundestag debattiert schärfere Regeln gegen explodierende Spritpreise und fordert Entlastung für Pendler

Schwarze und weiße Zeitungsanzeige für die Gewerkschaft, die eine Kutsche mit einer Gruppe von Menschen zeigt, mit Text, der das Ereignis beschreibt.

Gewerkschaftsfraktion fordert höhere Kilometergeldzuschläge wegen hoher Spritpreise - Bundestag debattiert schärfere Regeln gegen explodierende Spritpreise und fordert Entlastung für Pendler

Deutschland ergreift Maßnahmen gegen die stark gestiegenen Spritpreise, die zuletzt ein Niveau erreichten wie während der Energiekrise 2024. Der Bundestag wird am Donnerstag über neue Schritte beraten, darunter schärfere Regeln für die Kraftstoffpreisgestaltung und eine strengere Kartellaufsicht. Unterdessen fordern die Arbeitnehmerflügel von CDU und CSU höhere finanzielle Entlastungen für Beschäftigte, die besonders unter den steigenden Fahrtkosten leiden.

Schon vor dem jüngsten Preisschub zahlten deutsche Autofahrer fast Rekordpreise. Im Februar 2026 kostete Super E10 im Schnitt 1,7523 Euro pro Liter, Diesel lag bei 1,7177 Euro – Werte, die an die Spitzenwerte von Mitte 2024 heranreichen. Als Hauptgrund für den Anstieg gelten die eskalierenden Spannungen im Nahen Osten, insbesondere der Iran-Konflikt.

Die Arbeitnehmervertreter in CDU und CSU schlagen vor, das steuerfreie Kilometergeld von 30 Cent auf 38 Cent pro Kilometer anzuheben. Die Anpassung würde für Arbeitnehmer gelten, die private Fahrzeuge für Dienstfahrten nutzen. Umgesetzt werden könnte die Änderung entweder durch eine Novelle des Bundesreisekostengesetzes oder durch eine Angleichung an die bestehende Pendlerpauschale.

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Neben der Kilometerpauschale fordern die Arbeitnehmerflügel zudem ein neues, steuerfreies Mobilitätsgeld. Dieses soll als Verhandlungsinstrument in Tarifverträgen dienen und gezielt Beschäftigte mit besonders hohen Fahrtkosten entlasten.

Im Mittelpunkt der anstehenden Bundestagsdebatte stehen eine Begrenzung täglicher Preissprünge sowie eine Stärkung der Kartellregeln, um Manipulationen bei den Spritpreisen zu verhindern. Falls die Pläne verabschiedet werden, könnten sie kurzfristig Entlastung für Autofahrer bringen und langfristig für mehr Stabilität auf dem Markt sorgen. Die Vorschläge der Arbeitnehmervertreter würden, sofern sie umgesetzt werden, die Kosten für Pendler und berufsbedingt Reisende direkt senken.

Quelle