19 March 2026, 14:42

Vonovia verzeichnet Rekordgewinne – doch Mieter zahlen die Zeche für teure Wohnungen

Ein detailliertes architektonisches Zeichnung eines Hauses mit zahlreichen Fenstern und einem Dach, identifiziert als das erste Haus in Deutschland, begleitet von Text und strukturellen Plänen auf Papier.

Vonovia auf Wachstumskurs - Schulden schneller reduzieren - Vonovia verzeichnet Rekordgewinne – doch Mieter zahlen die Zeche für teure Wohnungen

Vonovia, einer der größten Wohnungsunternehmen Europas, verzeichnet für 2025 ein kräftiges finanzielles Wachstum. Der operative Gewinn des Konzerns stieg deutlich an, getrieben durch höhere Mieteinnahmen, Zusatzdienstleistungen und Immobilienverkäufe. Gleichzeitig sieht sich das Unternehmen mit Kritik an steigenden Mieten und Plänen konfrontiert, Tausende Wohnungen zu veräußern, um die Schuldenlast zu verringern.

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Der bereinigte Nettogewinn kletterte 2025 auf 1,54 Milliarden Euro – ein Plus von 5,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Treiber dieses Wachstums waren gestiegene Mieteinnahmen, Nebengeschäfte sowie ein Anstieg bei den Immobilientransaktionen. Die Aktionäre profitieren von einer um drei Cent erhöhten Dividende, die nun bei 1,25 Euro pro Aktie liegt.

Vonovia baute seinen Wohnungsbestand weiter aus und vollendete 2024 2.090 neue Wohneinheiten. Über 4.200 weitere Wohnungen befinden sich derzeit in Deutschland, Schweden und Österreich im Bau. Langfristig plant das Unternehmen, in den kommenden Jahren mehr als 65.000 zusätzliche Wohnungen zu errichten.

Trotz des Ausbaus verkaufte Vonovia im Jahr 2025 2.333 Wohnungen. Künftig strebt das Unternehmen jährliche Verkäufe von 3.000 bis 3.500 Einheiten an, um die Schulden schneller abzubauen. Auch nicht zum Kerngeschäft gehörende Vermögenswerte und Minderheitsbeteiligungen könnten veräußert werden, um die Finanzlage weiter zu stärken.

Die durchschnittlichen Mieten bei Vonovia stiegen 2025 um 4,6 Prozent auf 8,38 Euro pro Quadratmeter. In Deutschland allein lag der Anstieg bei fast 4 Prozent, wobei die Mieten hier auf 8,19 Euro pro Quadratmeter kletterten. Der Deutsche Mieterbund wirft dem Unternehmen vor, die Mieten über die gesetzlichen Grenzen hinaus zu treiben, und bezeichnet die Erhöhungen als "drastisch".

Ende 2025 besaß Vonovia in seinen drei Hauptmärkten rund 531.000 Wohnungen.

Die Finanzzahlen von Vonovia zeigen ein starkes Gewinnwachstum, gestützt durch steigende Mieten und Immobilienverkäufe. Das Unternehmen erweitert weiterhin seinen Wohnungsbestand, reduziert aber gleichzeitig durch Verkäufe seine Schulden. Mieterverbände äußern jedoch Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen der Mietsteigerungen auf die Bezahlbarkeit.

Quelle