03 April 2026, 02:28

Bundesländer fordern Senkung der Lebensmittelsteuern – Druck auf Merz wächst

Offenes Buch mit handgeschriebenem Text auf seinen Seiten, wahrscheinlich ein Dokument der Bundesrepublik Deutschland, mit Wasserzeichen unten.

Bundesländer fordern Senkung der Lebensmittelsteuern – Druck auf Merz wächst

Die Bundesländer drängen die Koalitionsregierung, die Steuern auf Grundnahrungsmittel zu senken, da die Preise weiterhin steigen. Der Druck kommt mitten in den anhaltenden Debatten über eine Mehrwertsteuerreform, wobei einige Politiker stattdessen vorschlagen, Steuervergünstigungen für Luxusgüter abzuschaffen. Die Regierung von Bundeskanzler Friedrich Merz sieht sich nun mit Forderungen nach sofortigem Handeln konfrontiert, um die finanzielle Belastung der Haushalte zu verringern.

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Seit über einem Jahr drehen sich die Diskussionen im Bundestag und in den Medien um Änderungen der Mehrwertsteuer. Die von einer CDU/CSU-SPD-Koalition geführte Regierung hat erwogen, den Regelsteuersatz von 19 % auf 21–22 % anzuheben, um jährlich rund 31 Milliarden Euro einzunehmen. Gleichzeitig wurde debattiert, den ermäßigten Steuersatz – derzeit 7 % – auf 4 % oder sogar auf null für Grundnahrungsmittel zu senken.

Der Widerstand gegen die geplante Mehrwertsteuererhöhung ist groß. SPD-Politiker wie Wiebke Esdar, Frauke Heiligenstadt und Finanzminister Lars Klingbeil argumentieren, dass sie einkommensschwache Familien unverhältnismäßig stark belasten würde. Kanzler Merz hat die Erhöhung zwar nicht ausgeschlossen, besteht jedoch darauf, dass zunächst Entlastungsmaßnahmen umgesetzt werden müssen.

Regionale Spitzenpolitiker fordern nun konkrete Schritte. Saarlands Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) rief die Bundesregierung auf, die durch den Iran-Konflikt verursachten Preiserhöhungen auszugleichen. Sie schlug vor, die Mehrwertsteuer auf Lebensmittel zu senken oder ganz abzuschaffen, während gleichzeitig Steuervergünstigungen für Luxusgüter wie Trüffel, Kaviar und Austern gestrichen werden sollten.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) forderte einen klaren Bundesplan und schlug ein schnelles, abgestimmtes Steuersenkungspaket vor. Baden-Württembergs Finanzminister Danyal Bayaz (Grüne) unterstützte dies und drängte auf eine umfassende Reformvereinbarung. Nordrhein-Westfalens Finanzminister Marcus Optendrenk (CDU) betonte die Notwendigkeit einer einheitlichen Strategie, um die wirtschaftlichen Herausforderungen zu bewältigen.

Die Bundesregierung steht nun vor wachsenden Forderungen, die Lebensmittelkosten durch Anpassungen der Mehrwertsteuer zu senken. Die Länderregierungen wünschen sich einen ausgewogenen Ansatz: Entlastungen bei Grundnahrungsmitteln, kombiniert mit dem Streichen unnötiger Steuerprivilegien. Ohne zügiges Handeln könnten die Haushalte in den kommenden Monaten weiter mit steigenden Preisen kämpfen.

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