Braunschweig übernimmt sieben Kita-Gruppen von Volkswagen Financial Services
Karl-Peter MöchlichenBraunschweig übernimmt sieben Kita-Gruppen von Volkswagen Financial Services
Die Stadt Braunschweig übernimmt sieben der zehn Kindertagesbetreuungsgruppen, die bisher von der Volkswagen Financial Services (VW FS) getragen wurden. Diese Veränderung folgt der Schließung des betriebseigenen Kinderbetreuungszentrums Freche Daxe, das seit 2008 in Betrieb war. Der Übergang beginnt im August, wobei neue Regelungen für sowohl kommunale als auch Unternehmensfamilien gelten.
VW FS hatte die Einrichtung 16 Jahre lang vollständig finanziert und der Stadt damit schätzungsweise 14,7 Millionen Euro erspart. Doch das Unternehmen verzeichnete kürzlich einen deutlichen Rückgang der Nachfrage nach Betreuungsplätzen durch Mitarbeiterkinder. Daher übernimmt die Stadt nun die sieben Gruppen und reserviert 55 Plätze speziell für Kinder von VW-Beschäftigten.
Die Umstellung wird Braunschweig jährlich etwa 1,15 Millionen Euro kosten. Im Gegenzug zahlt VW FS der Stadt jährlich rund 475.000 Euro, um die reservierten Plätze zu sichern. Behördenvertreter betonten, dass es sich dabei nicht um eine Subvention, sondern um eine Kostenbeteiligung handele.
Ein zentraler Vorteil der Neuregelung ist die Vermeidung der hohen Baukosten für eine geplante neue Kita im Entwicklungsgebiet Wenden-West. Stattdessen könnten Kinder aus den Wenden-Wohnsiedlungen in der bestehenden betrieblichen Kita am Käferweg untergebracht werden.
Ab August werden die sieben Betreuungsgruppen unter städtischer Regie betrieben. Die Stadt trägt den Großteil der Kosten, während VW FS einen festen jährlichen Betrag beisteuert. Das neue System soll die Kinderbetreuung sichern und gleichzeitig den Bedarf an teurer Infrastruktur verringern.






