02 April 2026, 18:31

Brandenburgs Spargelbauern kämpfen mit sinkenden Flächen und steigenden Kosten

Altes Buch mit einer detaillierten Karte der Brandenburg-Region Deutschlands auf einem schwarzen Hintergrund, einschließlich geografischer Merkmale und Text.

Brandenburgs Spargelbauern kämpfen mit sinkenden Flächen und steigenden Kosten

Spargelsaison in Brandenburgs Anbaugebiet bei Beelitz hat begonnen

Die Spargelbauern in Brandenburgs wichtigstem Anbaugebiet nahe Beelitz blicken optimistisch auf eine ertragreiche Ernte 2025 – doch steigende Kosten und wachsende Konkurrenz setzen die Preise unter Druck. In den ersten Verkaufswochen liegen die Preise bei 15 bis 18 Euro pro Kilogramm, im weiteren Saisonverlauf wird jedoch mit sinkenden Preisen gerechnet.

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Die Anbauflächen für Spargel in Brandenburg sind in den vergangenen fünf Jahren geschrumpft. Wurden 2021 noch rund 1.200 Hektar bewirtschaftet, sind es 2025 nur noch etwa 1.080 Hektar – ein Rückgang um 10 Prozent. Trotz der kleineren Flächen rechnen die Erzeuger in diesem Jahr mit einer Ernte von knapp 19.000 Tonnen.

Steigende Kosten belasten die Produzenten Höhere Ausgaben machen den lokalen Betrieben zu schaffen. Die jüngste Erhöhung des Mindestlohns hat die Lohnkosten in die Höhe getrieben, während die Dieselpreise aufgrund der Spannungen im Iran stark angestiegen sind. Einige Landwirte müssen allein für Sprit nun alle zehn Tage rund 5.000 Euro mehr aufbringen. Gleichzeitig wehren sich Supermärkte gegen Preiserhöhungen, was es den Erzeugern erschwert, ihre gestiegenen Kosten zu decken.

Ausländische Konkurrenz verschärft den Wettbewerb Zusätzlichen Druck üben günstige Importe aus Spanien, Mexiko und Griechenland aus, die heimische Produzenten unterbieten. Mit fortschreitender Saison werden die Preise voraussichtlich auf etwa 10 bis 12 Euro pro Kilogramm fallen, da das Angebot zunimmt.

Die Spargelsaison 2025 bringt den Brandenburgern Bauern sowohl Hoffnung als auch finanzielle Herausforderungen. Bei sinkenden Anbauflächen und steigenden Kosten muss die Branche eine starke Ernte gegen die Marktdynamik abwägen. Zwar werden die Preise im Saisonverlauf voraussichtlich nachgeben, doch bleiben Konkurrenz und Kosten die zentralen Sorgen.

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