29 June 2026, 12:43

Zementverbrauch in Deutschland bricht auf historisches Tief ein

Zementverbrauch auf Vorkriegsniveau

Zementverbrauch in Deutschland bricht auf historisches Tief ein

Zementverbrauch in Deutschland auf Tiefstand seit vor dem Zweiten Weltkrieg

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Der Zementverbrauch in Deutschland ist auf das niedrigste Niveau seit der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg eingebrochen. Der drastische Rückgang spiegelt eine tiefgreifende Krise im Bausektor wider, in dem die inländische Nachfrage durchgehend schwächelt.

Aktuell liegt der Zementverbrauch um 30 Prozent niedriger als noch 2020. Hohe Zinsen und steigende Baukosten haben private Wohnbauprojekte zum Erliegen gebracht. Auch öffentliche Infrastrukturvorhaben sowie Investitionen in Gewerbe- und Büroimmobilien verlaufen nur zögerlich.

Die Bundesregierung hat zwar Mittel für die Infrastruktur bereitgestellt, doch diese haben die Bautätigkeit bisher nicht belebt. Trotz eines jüngsten Anstiegs der Baugenehmigungen kommt der Wohnungsbau kaum in Schwung. Eine Erholung des Sektors wird nun für die zweite Jahreshälfte erwartet, sobald die freigegebenen Gelder Wirkung zeigen.

Auch das Nachbarland Frankreich verzeichnet einen ähnlichen Rückgang beim Zementverbrauch. Dominik von Achten, Vorstandsvorsitzender von Heidelberg Materials, bezeichnete den Abschwung als eine „voll entwickelte Rezession“ für die Baustoffbranche.

Die deutsche Bauwirtschaft bleibt unter finanziellen Belastungen in der Krise gefangen. Die Zementnachfrage verbleibt auf historisch niedrigem Niveau, ohne dass sich kurzfristig eine Besserung abzeichnet. Experten rechnen zwar damit, dass die staatlichen Fördergelder die Aktivität irgendwann ankurbeln werden – wann genau, bleibt jedoch ungewiss.

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