Wolfsangriff in Thüringen: Schäfer verliert sechs Schafe und kämpft um Existenz
Karl-Peter MöchlichenWolfsangriff in Thüringen: Schäfer verliert sechs Schafe und kämpft um Existenz
Wolfsangriff in Thüringen: Schäfer erleidet hohe Verluste nach Tod von sechs Schafen
Ein Wolfsangriff in Thüringen hat einen Schäfer schwer getroffen: Sechs Mutterschafe wurden getötet, zwei weitere schwer verletzt. Der Vorfall, der am Sonntagmorgen entdeckt wurde, hat die Forderungen nach strengeren Regeln zum Umgang mit Wölfen, die Nutztiere bedrohen, erneut entfacht.
Der OberSchäfer Egon Specht fand die toten und verletzten Tiere am frühen Sonntagmorgen auf seinem Hof. Die schweren Bisswunden ließen die Familie vermuten, dass Wölfe die Angreifer waren. Umgehend informierten sie das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz – genauer das dortige Kompetenzzentrum für Wölfe, Biber und Luchse – über den Vorfall.
Vor Ort wurden Proben entnommen, um die Beteiligung von Wölfen zweifelsfrei zu bestätigen. Die Familie Specht geht aufgrund des Ausmaßes der Schäden von mehreren Tieren aus. Neben der emotionalen Belastung bedeutet der Angriff für die Schäfer, die von ihrer Herde leben, einen erheblichen finanziellen Rückschlag.
Schon lange betont die Familie die Bedeutung der Schafzucht für die Erhaltung der offenen Kulturlandschaft der Rhön. Nun schließen sie sich anderen thüringischen Nutztierhaltern an und fordern klarere rechtliche Maßnahmen gegen Wölfe, die wiederholt Farmtiere reißen.
Der Angriff hat die Familie Specht in tiefe Bedrängnis gestürzt – sowohl emotional als auch wirtschaftlich. Während die Beweismittel nun analysiert werden, müssen die Behörden über das weitere Vorgehen entscheiden. Unterdessen fordern Landwirte in der Region weiterhin wirksamere Schutzmaßnahmen gegen die Bejagung durch Wölfe.






