Wolfenbüttel senkt als Erste in Niedersachsen die Kita-Gruppengrößen
Karl-Peter MöchlichenWolfenbüttel senkt als Erste in Niedersachsen die Kita-Gruppengrößen
Wolfenbüttel ist die erste Kommune in Niedersachsen, die die Gruppengrößen in Kitas reduziert. Der Stadtrat beschloss den Plan mit nur zwei Enthaltungen der AfD. Die kleineren Gruppen treten noch in diesem Kindergartenjahr in Kraft – mit dem Ziel, Kindern mehr individuelle Zuwendung zu ermöglichen.
Die Änderungen betreffen Krippe, Kindergarten und Hort. In Krippengruppen sinkt die Zahl der Kinder von 15 auf 14, in Kindergartengruppen von 25 auf 24. Im Hort verringert sich die Gruppengröße von 20 auf 19 Kinder.
Die Kita-Leitungen werden die neuen Obergrenzen durchsetzen und Ausnahmen nur aus pädagogischen Gründen zulassen. Der Schritt folgt jahrelangen Forderungen von Fachkräften und Eltern nach kleineren Gruppen. Zudem passt er zum Demografieprogramm 2030 der Stadt, das auf sinkende Geburtenraten reagiert.
Bisher hat keine andere Kommune in Niedersachsen ähnliche Maßnahmen umgesetzt. Das verbesserte Betreuungsschlüssel soll die Förderung jedes einzelnen Kindes stärken.
Die Entscheidung markiert einen Wandel in der frühkindlichen Bildung Wolfenbüttels. Die kleineren Gruppen sind nun Realität, und die Leitungen tragen die Verantwortung für die Einhaltung der neuen Vorgaben. Der Ansatz der Stadt könnte Vorbild für andere Kommunen mit ähnlichen demografischen Herausforderungen werden.






