31 March 2026, 20:26

Wolf beißt Frau in Hamburg – Experten uneins über Konsequenzen für das Tier

Liniengraph, der das Wachstum der Wolfsbevölkerung in Deutschland von 2000 bis 2021 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Wolf beißt Frau in Hamburg – Experten uneins über Konsequenzen für das Tier

Wolf greift Frau in Hamburg-Altona an – Experten streiten über Schicksal des Tieres

Ein Wolf hat in Hamburg-Altona eine Frau angegriffen und gebissen, nachdem sie versucht hatte, das Tier aus einer automatischen Schiebetür zu befreien. Das Tier wurde später gefangen und in eine Wildtierstation gebracht, während die Behörden über sein weiteres Schicksal entscheiden. Fachleute diskutieren nun, ob der Wolf freigelassen, überwacht oder eingeschläfert werden soll.

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Der Vorfall ereignete sich, als die Frau dem eingeklemmten Tier in einem Durchgang mit automatischen Türen helfen wollte. Der Wolf biss ihr ins Gesicht, bevor er ohne Betäubung gefangen werden konnte. Derzeit wird er in der Wildtierstation Klövensteen im Stadtteil Rissen untergebracht.

Forderung nach klarer Lösung Helmut Dammann-Tamke, Präsident des Deutschen Jagdverbands (DJV), fordert eine konsequente Entscheidung. Er schlägt vor, den Wolf entweder einzuschläfern oder ihn mit einem Sendalhalsband auszustatten, um seine Bewegungen zu überwachen. Aus Tierschutzsicht sei es seiner Meinung nach nicht vertretbar, ein Wildtier dauerhaft in Gefangenschaft zu halten.

Dammann-Tamke betonte, dass Wölfe in Deutschland lernen müssten, den Kontakt mit Menschen zu meiden. Er verwies auf einen Fall aus dem Jahr 2016, in dem ein Wolf namens Kurti getötet wurde, obwohl dieser weniger aggressiv aufgetreten sei als das aktuelle Tier. Sein Argument: Die Entnahme einzelner Wölfe könne das Verhalten ganzer Rudel beeinflussen.

Der Experte unterstrich die Notwendigkeit eines konfliktfreien Zusammenlebens von Menschen, Wölfen und Weidetieren. Die endgültige Entscheidung liege jedoch nun bei den Politikern.

Wölfe in der Region selten – Vorfall könnte Präzedenzfall schaffen Stand Anfang 2026 leben in Hamburg selbst keine bestätigten Wölfe, während in Schleswig-Holstein etwa fünf bis zehn Tiere in zwei bis drei Rudeln unterwegs sind – vor allem in den nördlichen und östlichen Regionen nahe der dänischen Grenze.

Der gefangene Wolf bleibt vorerst in einer vorübergehenden Unterkunft, während die Behörden ihre Optionen abwägen. Sollte er freigelassen werden, könnte er mit einem Sender ausgestattet werden, um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten. Die Entscheidung wird richtungsweisend dafür sein, wie Deutschland künftig mit ähnlichen Fällen umgeht.

Quelle