05 June 2026, 17:17

WM-Vorbereitung: Neuer kämpft mit Verletzung – DFB will politische Ruhe

Weltmeisterschafts-Fieber in Deutschland

WM-Vorbereitung: Neuer kämpft mit Verletzung – DFB will politische Ruhe

Deutschlands WM-Vorbereitungen unter zwei Schatten

Die Vorbereitungen der deutschen Nationalmannschaft auf die bevorstehende Weltmeisterschaft werden von zwei drängenden Problemen überschattet: Kapitän Manuel Neuer kämpft weiterhin mit einer hartnäckigen Wadenverletzung, während der Verband politische Ablenkungen vermeiden will, die bereits den WM-Auftritt 2022 belasteten. Unterdessen setzen Forscher auf Smartwatches, um zu untersuchen, wie Fans die emotionalen Höhen und Tiefen des Turniers erleben.

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Neuer leidet seit Jahren unter Wadenproblemen – der Torhüter bezeichnete die immer wiederkehrenden Beschwerden jüngst als „Wadenkatarrh“ und räumte ein, dass die Schübe in den letzten Monaten häufiger aufträten. Dennoch betont Bundestrainer Julian Nagelsmann die unverzichtbare Rolle seines Kapitäns: „Mit Manu sind wir einfach besser als ohne Manu.“

Auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) will diesmal den Fokus klar auf den Sport lenken. Die WM 2022 in Katar war eine Ausnahme – politische Debatten überlagerten die sportliche Leistung der Mannschaft. DFB-Direktor Rudi Völler wünscht sich eine deutlichere Trennung von Politik und Fußball, gibt aber realistisch zu: „Ich würde mir überall ein bisschen mehr Ruhe wünschen. Aber das wird nicht mit dem Anpfiff gelöst sein.“

Abseits des Platzes untersuchen Wissenschaftler der Universität Bielefeld, wie belastend das Turnier für die Fans ist. Mithilfe von Smartwatches wollen sie während entscheidender Spielmomente Herzfrequenz, Stresslevel, Bewegungsmuster und Schlaf der Zuschauer erfassen. Die Daten sollen zeigen, wie tief die WM die körperliche und psychische Verfassung der Anhänger beeinflusst.

Während Neuer weiter unter Beobachtung steht und die Mannschaft die letzten Vorbereitungen trifft, setzt der DFB ein Zeichen: Politische Kontroversen sollen diesmal keine Rolle spielen. Mit den Fans als Studienobjekt wird diese WM nicht nur auf dem Rasen, sondern auch aus wissenschaftlicher Perspektive analysiert – von allen Seiten.

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