29 April 2026, 16:44

Wie ein verfallenes Provence-Hotel mit Kriegsgeschichte zu neuem Luxus erstrahlt

Umschlag eines alten Buches mit dem Titel "Essai sur nos Colonies, et sur l'Établissement de Saint-Domingue", wahrscheinlich eine Sammlung von Essays zur französischen Kolonialgeschichte und Saint-Domingue.

Wie ein verfallenes Provence-Hotel mit Kriegsgeschichte zu neuem Luxus erstrahlt

Ein historisches Hotel in der Provence eröffnet nach Jahrzehnten des Verfalls neu – eine Verbindung aus Kriegsinnerungen und modernem Luxus

Lou Calen, einst ein geliebter Treffpunkt für Künstler und Reisende, begrüßt nun eine neue Generation von Gästen. Seine Geschichte beginnt mit einem Mädchen, dem Geschenk eines Soldaten und einem Versprechen, das über 70 Jahre gehalten wurde.

1944 erhielt die zehnjährige Huguette während der Befreiung von Cotignac in Frankreich von einem amerikanischen Soldaten einen Ring. Jahrzehnte später eröffnete sie in Palm Springs ein Restaurant, wo sie den Soldaten wiedertraf.

Bis 1972 kehrte Huguette in die Provence zurück, kaufte ein Haus neben einem Nonnenkloster und verwandelte es in Lou Calen – ein Hotel und Restaurant, das bald prominente Gäste wie David Bowie und Pink Floyd anzog. Doch nach der Schließung 1999 stand das Anwesen über 20 Jahre leer.

2015 erwarb der kanadische Unternehmer Graham Porter Lou Calen und restaurierte es aufwendig. Er erweiterte das Gelände um ein Kunstzentrum, eine Bar, ein mit einem Michelin Grünen Stern ausgezeichnetes Restaurant und stilvolle Gästezimmer. Die Neugestaltung sollte Besucher ganzjährig anziehen – nicht nur zur Hochsaison.

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Heute zieht Lou Calen ein internationales Publikum an, vor allem Amerikaner. Huguette, mittlerweile in ihren 90ern, bleibt dem Ort verbunden; ihr Erbe lebt in einem Kochbuch mit traditionellen Rezepte der Provence weiter.

Lou Calen ist wieder eine lebendige Destination, die ihre Vergangenheit ehrt und gleichzeitig die Zukunft umarmt. Mit seiner Mischung aus Geschichte, Kultur und modernem Komfort ist das Hotel ein einzigartiger Rückzugsort – und Huguettes Geschichte bleibt sein Herzstück. Noch immer empfängt es Gäste aus aller Welt.

Quelle