Wie 4.000 Ehrenamtliche in Sachsen-Anhalt die Pflege älterer Menschen revolutionieren
Karl-Peter MöchlichenÜber 4.000 Nachbarhelfer in Sachsen-Anhalt registriert - Wie 4.000 Ehrenamtliche in Sachsen-Anhalt die Pflege älterer Menschen revolutionieren
Ein wachsendes Netzwerk von Ehrenamtlichen verändert die Pflege älterer Menschen in Sachsen-Anhalt
Seit 2023 haben sich in Sachsen-Anhalt mehr als 4.000 Bürgerinnen und Bürger als Nachbarschaftshelfer gemeldet, um praktische Unterstützung für Bedürftige zu leisten. Die vom Landesregierung geförderte Initiative soll den Alltag pflegebedürftiger Menschen erleichtern.
Das Programm startete 2023 und läuft mindestens bis Ende dieses Jahres. Sein Ziel ist klar: ältere Menschen im Alltag zu entlasten. Die Freiwilligen übernehmen Botengänge, begleiten Menschen zu Terminen oder unternehmen gemeinsam Ausflüge.
Für Schulung und Koordination ist die Gesellschaft für Prävention im Alter (PiA) zuständig. Die Organisation betreibt 18 Servicezentren in fast allen Landkreisen und kreisfreien Städten Sachsen-Anhalts. Hier werden Beratung, Anmeldung und Vorbereitung neuer Helfer organisiert.
Als Anerkennung für ihr Engagement erhalten die Ehrenamtlichen bis zu 131 Euro monatlich – finanziert aus den Mitteln der jeweiligen Pflegekassen. Sozialministerin Petra Grimm-Benne betont die Bedeutung des Projekts: Die Arbeit der Freiwilligen sei "unverzichtbar für die Zukunft der Altenpflege".
Bisher haben sich Tausende beteiligt, doch genaue Zahlen zur aktiven Unterstützung seit 2023 liegen noch nicht vor. Mit 18 landesweit aktiven Zentren bietet die Initiative sowohl Schulungen als auch eine finanzielle Würdigung für die Helfer. Ihr Einsatz hilft, Versorgungslücken im Alltag vieler Menschen in Sachsen-Anhalt zu schließen.