Weißstörche in Hessen: Gefährliche Nester auf Strommasten und Bahnanlagen
Wibke WeitzelWeißstörche in Hessen: Gefährliche Nester auf Strommasten und Bahnanlagen
Weißstörche nisten vermehrt auf Strommasten und Bahninfrastruktur in Hessen – mit riskanten Folgen
In Hessen bauen Weißstörche immer häufiger ihre Nester auf Strommasten und Schienenanlagen. Dieser Trend gibt Anlass zur Sorge, denn die Vögel sind durch Stromschläge und Kollisionen mit Oberleitungen gefährdet. Gleichzeitig führen ihre Nester zu Störungen in der Stromversorgung und im Bahnverkehr.
In den letzten Jahren hat die Zahl der Weißstörche in Hessen zugenommen. Viele brüten inzwischen in Landkreisen wie Groß-Gerau, Darmstadt-Dieburg und Main-Kinzig auf Strommasten. Die bis zu 100 Kilogramm schweren Nester belasten die Stabilität der Energieinfrastruktur.
Für die Störche enden Stromschläge und Zusammenstöße mit Freileitungen oft tödlich. Ihre Nester lösen zudem Stromausfälle aus, die bei Netzbetreibern Millionenschäden verursachen. Auf den Schienen führen Nester an Signalanlagen und Oberleitungen zu Sicherheitsrisiken und Verspätungen.
Gegensteuernd werden Nester von Strommasten entfernt. Abwehrmaßnahmen wie windbetriebene Geräte sollen die Vögel vom Rückkehr fernhalten. Auch die Deutsche Bahn arbeitet daran, den Betriebssicherheitsanforderungen und dem Artenschutz gerecht zu werden.
Das Wachstum der Storchpopulation stellt Energie- und Verkehrsunternehmen vor unerwartete Herausforderungen. Umsiedlungen von Nestern und der Einsatz von Abschreckungsmitteln sollen die Risiken für Vögel und Infrastruktur verringern. Die Behörden beobachten die Entwicklung weiter, während die Zahl der Störche steigt.






