Warken will private Pflegevorsorge mit Steueranreizen stärken
Trudel RuppersbergerWarken will private Pflegevorsorge mit Steueranreizen stärken
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat stärkere Anreize gefordert, um die private Pflegevorsorge in Deutschland zu fördern. Der Vorstoß erfolgt vor dem Hintergrund einer wachsenden Finanzierungslücke im gesetzlichen Pflegesystem. Die öffentliche Absicherung deckt die vollen Kosten der Pflege – insbesondere in stationären Einrichtungen – oft nicht ab.
Warken ist überzeugt, dass private Vorsorge künftig eine größere Rolle bei der Finanzierung des Pflegebedarfs spielen muss. Sie schlägt vor, Versicherten zu ermöglichen, Beiträge zur Pflegeversicherung steuerlich als Altersvorsorgeaufwendungen geltend zu machen.
Bereits jetzt gibt es verschiedene private Lösungen, um Pflegekosten abzusichern – darunter Pflegekostenversicherungen, Pflege-Rentenpläne und Tagegeldversicherungen. Zusatzpolicen sollen helfen, die finanzielle Lücke zu schließen, wenn Pflege benötigt wird.
Der Gesetzentwurf enthält Maßnahmen, um die Belastung des Pflegesystems zu verringern. Warken betont, dass die Reformen darauf abzielen, die Lasten zu mindern – nicht jedoch, die finanziellen Belastungen auf Städte und Gemeinden abzuwälzen.
Die geplanten Änderungen sollen private Zusatzversicherungen für die Pflege attraktiver machen. Gleichzeitig geht es darum, die langfristige Tragfähigkeit des Pflegesystems zu sichern. Allein mit öffentlichen Mitteln lassen sich die steigenden Pflegekosten nicht mehr decken.
