21 March 2026, 08:28

Verlorene DDR-Symbole: Wo Flaggen und Orden nach 1990 verschwanden

Alte Postkarte mit einer Briefmarke, die 'Hannover, Deutschland - Cover nach Hannover - 1d/1d' lautet und handgeschriebener Text, Briefmarke oben rechts.

Neue Ausstellung: 'Die Entsorgung von GDR-Staatssymbolen' - Verlorene DDR-Symbole: Wo Flaggen und Orden nach 1990 verschwanden

Eine neue Ausstellung in Berlin zeichnet das Schicksal der verlorenen Staatsymbolik der DDR nach. Nach dem Untergang der Deutschen Demokratischen Republik verschwanden Flaggen, Embleme und Orden aus dem öffentlichen Raum – manche wurden entsorgt, andere sorgfältig bewahrt. Das DDR-Museum in Berlin-Mitte zeigt nun eine Schau, die der Frage nachgeht, wohin diese Symbole gelangten und wie sie gerettet wurden.

Als die DDR 1990 zusammenbrach, wurden ihre offiziellen Hoheitszeichen zügig von Straßen, Gebäuden und Institutionen entfernt. Viele landeten im Sperrmüll oder wurden auf Flohmärkten für wenig Geld verkauft. Andere jedoch retteten Historiker und Archivare, die ihren historischen Wert erkannten.

Das Deutsche Historische Museum und die Gedenkstätte Deutscher Widerstand beherbergen heute die größten Sammlungen dieser geretteten Stücke. Ihre Bemühungen konzentrierten sich auf eine systematische Archivierung: In klimatisierten Depots und mit detaillierter Dokumentation sicherten sie Orden, Fahnen und Abzeichen. Anders als private Sammler hielten sich diese Einrichtungen an strenge Standards, um die langfristige Erhaltung zu gewährleisten.

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Die Ausstellung des DDR-Museums mit dem Titel "Ein Staat im Container: Die Entsorgung der DDR-Staatssymbole" beleuchtet diesen Wandel. Noch bis Mitte November zeigt sie, wie eine nationale Identität abgebaut wurde – und was vor dem Vergessen bewahrt blieb.

Die Schau gewährt einen seltenen Einblick in Objekte, die einst das öffentliche Bild der DDR prägten. Manche Symbole gingen für immer verloren, andere fanden ihren Platz in Museen. Bis zum Ausstellungsende im November können Besucher diese Relikte der Geschichte noch besichtigen.

Quelle