01 May 2026, 02:34

Über 2.000 Menschen protestieren in Berlin-Kreuzberg gegen Diskriminierung und Gewalt

Eine Gruppe von Menschen marschiert bei einer Demonstration auf einer Stadtstraße, einige halten Schilder und andere fahren Fahrräder, mit einem historischen Gebäude mit gewölbigen Fenstern, Pfeilern und Skulpturen im Hintergrund.

Über 2.000 Menschen protestieren in Berlin-Kreuzberg gegen Diskriminierung und Gewalt

Mehr als 2.000 Menschen demonstrierten in Berlin-Kreuzberg am Vorabend des 1. Mai

Bei der jährlichen Frauenkundgebung Take Back the Night gingen über 2.000 Menschen in Berlin-Kreuzberg auf die Straße, um sich gegen rassistische, queerenfeindliche und frauenverachtende Belästigung im öffentlichen Raum zu stellen. Die Stimmung war angespannt, als es während des Marsches zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstrant:innen und der Polizei kam.

Die Kundgebung begann am Kottbusser Damm und führte über eine festgelegte Route in Richtung Köpenicker Straße. Die Teilnehmenden trugen Plakate und skandierten Parolen, mit denen sie sichere Straßen und ein Ende der Diskriminierung forderten. Die Veranstalter:innen brachen die Demonstration etwa zehn Minuten früher ab – vermutlich wegen der zunehmenden Unruhen.

In der Nähe von Polizeikräften explodierten Pyrotechnik-Körper, zudem wurden Gegenstände auf die Beamten geworfen. Die Behörden meldeten vier Fälle von Sachbeschädigung, darunter Vandalismus an Privatfahrzeugen und Polizeifahrzeugen. Eine Person wurde wegen Beleidigung eines Polizisten festgenommen.

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Laut Polizeangaben beteiligten sich rund 2.600 Menschen an dem Marsch. Um die Ordnung aufrechtzuerhalten, waren etwa 1.800 Beamte im Einsatz – sowohl am Donnerstag als auch während der Walpurgisnacht-Feiern in der Stadt.

Die Demonstration endete früher als geplant in einer aufgeladenen Atmosphäre. Die Polizei registrierte mehrere Sachbeschädigungen und eine Festnahme. Die Organisator:innen hatten die Veranstaltung als Protest gegen Belästigung angekündigt und damit auf die anhaltenden Sicherheitsbedenken in Berlins Nachtvierteln hingewiesen.

Quelle