Traditionsbrauerei Wolters beantragt Eigenverwaltung wegen sinkender Biernachfrage
Karl-Peter MöchlichenTraditionsbrauerei Wolters beantragt Eigenverwaltung wegen sinkender Biernachfrage
Die Hofbrauhaus Wolters GmbH hat beim Amtsgericht Braunschweig ein Eigenverwaltungsverfahren nach der Insolvenzordnung beantragt. Die traditionsreiche Brauerei begründete ihren Schritt mit rückläufigen Umsätzen und steigenden Kosten. Der Antrag erfolgt vor dem Hintergrund eines bundesweiten Rückgangs des Bierabsatzes um sechs Prozent im Jahr 2025.
Wolters kündigte an, das Unternehmen umzustrukturieren und das Geschäftsmodell neu auszurichten. Ziel ist es, sich vom klassischen Braubetrieb zu einem innovativen Getränkehersteller mit stärkerem Fokus auf den Regionalmarkt zu entwickeln. Langfristig will das Unternehmen zudem sein Sortiment an alkoholfreien Getränken ausbauen.
Die Restrukturierung erfolgt in Eigenverwaltung, sodass der Betrieb mit Unterstützung von Rechts- und Finanzberatern fortgeführt werden kann. Zum vorläufigen Sachwalter wurde der Rechtsanwalt Torsten Gutmann bestellt. Sein Kollege Kimon Kantis, ebenfalls Anwalt, betonte, dass dieser Ansatz Wolters die Möglichkeit biete, die branchenspezifischen Herausforderungen nachhaltig zu bewältigen.
Die Löhne der Mitarbeiter bleiben während des Verfahrens gesichert. Der Wirtschaftsprüfer Hendrik Mysegades bestätigte, dass das Ziel darin bestehe, eine strategische Neuaufstellung vorzunehmen, ohne die laufenden Geschäftsaktivitäten zu beeinträchtigen.
Nun arbeitet die Brauerei daran, ihre Operations unter den schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu stabilisieren. Die Umstrukturierung soll die Zukunft des Unternehmens sichern, indem es sich an Marktveränderungen und Kostendruck anpasst. Sämtliche Gehälter der Belegschaft sind während des Prozesses garantiert.






