29 March 2026, 02:34

Thyssenkrupp-Aktie bricht auf Rekordtief ein – Ölpreise und Importe belasten den Konzern

Eine Liniengrafik, die die US-Öl/Petroleum-Produktion, -Importe und -Exporte im Zeitverlauf zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Thyssenkrupp-Aktie bricht auf Rekordtief ein – Ölpreise und Importe belasten den Konzern

Thyssenkrupp-Aktie stürzt auf neues 52-Wochen-Tief von 7,46 Euro

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Angesichts steigender Ölpreise und schwacher Marktbedingungen ist der Aktienkurs von Thyssenkrupp auf ein neues 52-Wochen-Tief von 7,46 Euro abgerutscht. Das Unternehmen sieht sich zunehmendem Druck durch billige Importe und explodierende Produktionskosten ausgesetzt, während Analysten vor weiteren finanziellen Belastungen warnen.

Die Ölpreise sind seit Beginn des Iran-Konflikts vor etwa zwei Wochen stark angestiegen. Die Nordsee-Sorte Brent notiert mittlerweile bei rund 115 bis 120 US-Dollar pro Barrel – ein Anstieg von 60 bis 70 Prozent in diesem Zeitraum. Auch der Preis für OPEC-Öl kletterte auf etwa 143 Dollar pro Barrel und übertrifft damit die 100-Dollar-Marke, die 2022 nach Russlands Angriff auf die Ukraine erreicht worden war. Experten rechnen mit weiteren Steigerungen, sollte sich der Konflikt bis Ende April hinziehen.

Für Thyssenkrupp sind die Folgen spürbar: Die Kosten des Konzerns sind deutlich gestiegen. Gleichzeitig kämpft das Unternehmen mit billigen Importen, die den europäischen Markt fluten, und muss in seinem französischen Werk die Produktionskürzungen ausweiten. Unterdessen hat die Raiffeisen Bank ihre Wachstumsprognose für zyklische Industriewerte bis 2026 gesenkt – ein weiteres Zeichen für die düstere Stimmung.

Die Bundesregierung reagiert mit einem geplanten "Entlastungspaket für Spritpreise", um die wirtschaftliche Belastung abzufedern. Bundeskanzler Friedrich Merz hat jedoch Zweifel am geplanten Kohleausstieg bis 2038 geäußert und damit mögliche Kurskorrekturen in der Energiepolitik angedeutet. Die Thyssenkrupp-Aktie hat allein in den vergangenen 30 Tagen rund 31 Prozent verloren – ein deutliches Signal für die tiefgreifende Verunsicherung der Anleger.

Die finanziellen Probleme des Konzerns verschärfen sich, während die Ölpreise weiter schwanken und der Wettbewerb durch günstige Importe zunimmt. Mit einem Aktienkurs auf Jahrestief und ausgedehnten Produktionskürzungen hängt Thyssenkrupps Zukunft maßgeblich von der Stabilität der Energiemärkte und staatlichen Unterstützungsmaßnahmen ab.

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