Thüringens Freilichtmuseen locken mit neuen Attraktionen und Events in die Saison 2024
Wibke WeitzelDrosselt der Spritpreis Besuche von Freilichtmuseen? - Thüringens Freilichtmuseen locken mit neuen Attraktionen und Events in die Saison 2024
Thüringens Freilichtmuseen bereiten sich mit neuen Attraktionen und Veranstaltungen auf die Saison vor
Die Freilichtmuseen in Thüringen starten mit frischen Angeboten und Events in die neue Saison. Doch steigende Spritpreise und eingeschränkte Barrierefreiheit könnten die Besucherzahlen beeinträchtigen. Mehrere Standorte kündigten Modernisierungen, neue Ausstellungen und bessere Verkehrsanbindungen an, um mehr Gäste anzulocken.
Den Auftakt macht das Freilichtmuseum Hohenfelden, Thüringens größtes Museum dieser Art. Das Hauptgelände öffnet bereits am 28. März wieder seine Pforten, während das neue Besucherzentrum voraussichtlich Ende Mai fertiggestellt wird. Um auch Gästen ohne Auto den Besuch zu ermöglichen, nimmt ab Ostern ein Wochenend-Busshuttle von Erfurt aus den Betrieb auf.
Die Thüringer Bauernhäuser in Rudolstadt folgen am 1. April mit einem restaurierten Eingangstor und einer leistungsstarken Kaffeemaschine. Zu den Highlights der Saison zählen das Burgenland-Weinfest (12.–13. Juni), ein Open-Air-Kino (17. Juni–17. Juli) sowie die Rudolstädter Sommermusik (20. Juni–20. September). Das Freilichtmuseum Funkenburg in Westgreußen öffnet wie gewohnt zu Ostern und veranstaltet am 5. April eine Ostereiersuche für Kinder sowie am Folgetag die Eröffnung eines Cafés. Trotz finanzieller Engpässe stehen zudem ein Nachstellung der Völkerwanderungszeit (16.–17. Mai) und das Funkenburg-Fest (15.–16. August) auf dem Programm.
Weitere Höhepunkte in Thüringen sind der Handwerkertag und das Museumsfest (12. April), der Schäfertage (1. August) sowie ein erweiterter Thüringer Käsemarkt (6. September). Im Kloster Veßra präsentiert das Hennebergische Museum ab 28. Mai eine neue Ausstellung über Frauen in der Landwirtschaft und nutzt eine umgestaltete Scheune für Workshops und Veranstaltungen.
Doch es gibt auch Herausforderungen: Keines der großen Freilichtmuseen Thüringens hat in den letzten drei Jahren spezielle Barrierefreiheitsmaßnahmen für mobilitätseingeschränkte Besucher umgesetzt. Selbst die Gedenkstätte Point Alpha in der Nähe bietet laut Besucherrückmeldungen noch immer keinen rollstuhlgerechten Zugang zu ihren Grenztürmen.
Mit neuen Ausstellungen, Veranstaltungen und verbesserten Verkehrsverbindungen wollen Thüringens Museen trotz wirtschaftlicher Belastungen Besucher anziehen. Die fehlende Barrierefreiheit könnte jedoch für manche Gäste ein Hindernis bleiben. Ob die Saison erfolgreich wird, hängt davon ab, ob es gelingt, die Aufwertungen mit den anhaltenden finanziellen und logistischen Hürden in Einklang zu bringen.






