Taylor Swift wehrt sich mit Markenrecht gegen KI-Fälschungen ihrer Stimme und Bilder
Wibke WeitzelTaylor Swift wehrt sich mit Markenrecht gegen KI-Fälschungen ihrer Stimme und Bilder
Taylor Swift hat rechtliche Schritte eingeleitet, um ihren Namen, ihre Stimme und ihr Bild vor unbefugter Nutzung durch KI zu schützen. Ihr Unternehmen reichte am 24. April 2025 drei Markenanmeldungen beim US-Patent- und Markenamt (USPTO) ein. Dieser Schritt folgt auf eine Zunahme von KI-generierten Fälschungen, die ihr Abbilder ohne Erlaubnis verwenden.
Die Anmeldungen wurden von TAS Rights Management, der für Swift zuständigen Abteilung für geistiges Eigentum, eingereicht. Der Anwalt Josh Gerben entdeckte die Anträge als Erster. Zwei der Marken betreffen Tonaufnahmen ihrer Stimme, darunter die Phrasen "Hey, hier ist Taylor Swift" und "Hey, ich bin's, Taylor". Eine dritte ist eine Bildmarke, die ein Foto von Swift zeigt, wie sie eine pinke Gitarre hält, in einem mehrfarbigen Bodysuit gekleidet und auf einer pinken Bühne steht.
Dieser Ansatz ähnelt einer Strategie, die der Schauspieler Matthew McConaughey bereits 2025 verfolgte, als seine Anwälte ähnliche Markenrechte sicherten. Traditionell schützen Marken nicht das allgemeine Erscheinungsbild oder die Stimme einer Person. Doch Swifts Anmeldungen zielen darauf ab, neue rechtliche Instrumente gegen KI-generierte Inhalte zu schaffen, die ihre Identität ohne Zustimmung nutzen.
Das Problem ist dringender geworden, da KI-Plattformen zunehmend unbefugte Kopien von Prominenten erzeugen. Swifts Abbilder tauchten bereits in KI-Fälschungen auf, darunter in Meta-Chatbots und expliziten Deepfake-Bildern im Internet. Auch Disney ging im Dezember 2025 gegen Google vor und schickte eine Abmahnung, nachdem dessen KI-Plattform Gemini kopierte Versionen geschützter Charaktere erzeugt hatte.
Swifts Markenanmeldungen unterstreichen die Sorgen der Unterhaltungsbranche über die Fähigkeit von KI, Stimmen und Bilder ohne Erlaubnis zu reproduzieren. Zwar wurde die "Markenrecht-auf-sich-selbst"-Methode in KI-Fällen noch nicht umfassend vor Gericht geprüft, doch könnte sie Künstlern eine weitere Möglichkeit bieten, ihre Rechte zu verteidigen. Die Anmeldungen deuten auf eine breitere Initiative hin, die Kontrolle darüber zu behalten, wie persönliche Identitäten in digitalen Räumen genutzt werden.






