Tarifstreit im Privatverkehr: Rheinland-Pfalz steht vor ungewisser Zukunft für Beschäftigte
Karl-Peter MöchlichenTarifstreit im Privatverkehr: Rheinland-Pfalz steht vor ungewisser Zukunft für Beschäftigte
Tarifvertrag für Privatverkehrsmitarbeiter in Rheinland-Pfalz ausgelaufen
Der Tarifvertrag für Beschäftigte im privaten Verkehrssektor in Rheinland-Pfalz endete am 31. Dezember 2023. Dies folgt auf einen Streit zwischen der Gewerkschaft Verdi und dem Verkehrsunternehmen koveb über angebliche Verstöße gegen die Vereinbarung. Die Verhandlungen für einen neuen Tarifvertrag sollen am 18. Dezember 2023 beginnen.
Am 17. November 2023 warf Verdi dem Unternehmen koveb vor, gegen den geltenden Tarifvertrag verstoßen zu haben. Das Unternehmen hingegen betont, die Regelungen korrekt umgesetzt zu haben. Geschäftsführer Hansjörg Kunz bestätigte, dass koveb die bestehenden Bestimmungen einhalte.
Im Jahr 2022 führte koveb eine Inflationsausgleichsprämie für alle Mitarbeiter ein und begründete dies mit Fairness. Zudem zahlte der Betreiber die Jahresboni für 2022 vor dem gesetzlichen Stichtag aus. In diesem Jahr lagen die Gesamtausschüttungen an die Belegschaft über dem Jahresbonus, der im auslaufenden VAV-Tarifvertrag vorgesehen war.
Trotz finanzieller Belastungen – unter anderem durch unzureichende öffentliche Verkehrsmittel-Förderung – gewährt koveb zusätzliche Leistungen. Dazu gehören eine tägliche Präsenzprämie und vergünstigte Fahrkarten. Allerdings verrechnete das Unternehmen den Jahresbonus mit einer bestehenden Treueprämie und begrenzte ihn auf 25 Prozent.
Mit dem Auslaufen des Tarifvertrags sind Löhne und Arbeitsbedingungen vorerst unklar. Die anstehenden Verhandlungen im Dezember werden über die nächsten Schritte für Beschäftigte und Arbeitgeber entscheiden. koveb steht vor der Herausforderung, Mitarbeiterleistungen mit einem straffen Budget in Einklang zu bringen.






