Tankstellenmitarbeiter stiehlt 1,5-Millionen-Lottogewinn – und scheitert kläglich
Wibke WeitzelLotterie-Betrug: Tankwart verbirgt Kunden-Millionengewinn - Gewinn verloren - Tankstellenmitarbeiter stiehlt 1,5-Millionen-Lottogewinn – und scheitert kläglich
Tankstellenmitarbeiter in Grasbrunn wegen Betrugs verurteilt – 1,5-Millionen-Lottogewinn gestohlen
Ein Tankstellenangestellter aus Grasbrunn ist wegen Betrugs verurteilt worden, nachdem er einem Kunden einen Lottogewinn in Höhe von fast 1,5 Millionen Euro unterschlagen hatte. Der Schein, der beim Spiel 77 einen Gewinn von 1.477.777 Euro einbrachte, war vom Mitarbeiter versteckt worden, bevor der rechtmäßige Gewinner ihn einlösen konnte.
Der Schwindel flog auf, als Lotto-Beamte Unstimmigkeiten bei der Gewinnabholung bemerkten. Der Angestellte versuchte später selbst, den Gewinn einzustreichen – doch die Sicherheitsvorkehrungen der Tankstelle führten zu seiner Enttarnung.
Der Vorfall begann, als ein Kunde an der Tankstelle in Grasbrunn einen Gewinnschein kaufte. Statt ihn auszugeben, behielt der Mitarbeiter den Schein für sich. Jeder Angestellte der Filiale verfügt über eine eindeutige Registriernummer, die mit den verkauften Losen verknüpft ist – ein System, das schließlich den Betrug aufdeckte.
Monate nach der Ziehung reiste der Tankstellenmitarbeiter zur Lotto-Zentrale nach München, um den Gewinn einzufordern. Sein Versuch scheiterte, als die Beamten Unregelmäßigkeiten im Antrag feststellten. Weitere Ermittlungen ergaben, dass Angestellte der Filiale laut Vorschrift nicht dort spielen dürfen – eine Regel, die der Mann gebrochen hatte.
Das Gericht sprach ihn des Betrugs schuldig und verhängte eine 15-monatige Haftstrafe auf Bewährung. Trotz der Verurteilung hat sich der ursprüngliche Gewinner bis heute nicht gemeldet. Das Preisgeld bleibt unbeansprucht und gilt nun als verloren.
Der Fall zeigt, wie Sicherheitskontrollen im Lottosystem Diebstähle aufdecken können. Die Bewährungsstrafe bedeutet, dass der Verurteilte nur ins Gefängnis muss, wenn er rückfällig wird. Unterdessen ist der rechtmäßige Gewinner der 1.477.777 Euro weiterhin unbekannt.






