Sachsen startet revolutionäres Großprojekt für carbonbewehrten Beton in Serie
Trudel RuppersbergerSachsen startet revolutionäres Großprojekt für carbonbewehrten Beton in Serie
Großprojekt zur industriellen Produktion von carbonbewehrtem Beton in Sachsen gestartet
In Sachsen hat ein ambitioniertes Vorhaben begonnen, carbonbewehrten Beton in die industrielle Fertigung zu überführen. Federführend ist das Leipziger Unternehmen Kahnt & Tietze GmbH, an dem sich Forscher der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK) sowie der TU Dresden beteiligen. Der offizielle Startschuss fiel im CUBE-Gebäude auf dem Campus der TU Dresden – ein weiterer Meilenstein nach jahrelanger Forschung zu nachhaltigen Baustoffen.
Das Projekt knüpft an frühere Arbeiten an, darunter das Carbon Concrete CUBE in Dresden, das das Potenzial des Materials bereits unter Beweis stellte. Im Gegensatz zu herkömmlichem stahlbewehrtem Beton kommt hier eine leichte Carbonfaser-Bewehrung zum Einsatz, die den Ressourcenverbrauch um bis zu 80 Prozent reduziert. Das Ergebnis: schlankere, stabilere und langlebigere Bauteile für Gebäude.
In den kommenden vier Jahren entsteht in Leipzig eine Pilotanlage, die die Machbarkeit der Technologie für die Großserienproduktion demonstrieren soll. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) fördert das Vorhaben mit rund 14 Millionen Euro.
Gebäude verursachen derzeit rund 40 Prozent der Treibhausgasemissionen in Deutschland. Durch den Ersatz von Stahl durch Carbonfasern könnte das Projekt den ökologischen Fußabdruck des Bauwesens deutlich verringern.
Die Leipziger Pilotanlage dient als Testumgebung für die industrielle Fertigung. Bei Erfolg könnte die Technologie die Bauweise revolutionieren – mit geringeren Emissionen und weniger Materialverschwendung. Die Ergebnisse des Projekts werden zeigen, ob sich carbonbewehrter Beton als massentaugliche Alternative zu herkömmlichen Methoden durchsetzt.






