RNN revolutioniert ÖPNV-Tarife: Pauschalpreise ersetzen 25 Jahre altes Zonen-System
Wibke WeitzelRNN revolutioniert ÖPNV-Tarife: Pauschalpreise ersetzen 25 Jahre altes Zonen-System
Der Verkehrsverbund Rhein-Nahe (RNN) vereinfacht nach über 25 Jahren sein Tarifsystem. Das aktuelle Modell mit 100 Zonen und 14 Preisklassen weicht einem Pauschalpreis für Zeitkarten. Die Änderungen sollen den ÖPNV für Vielfahrer attraktiver und günstiger machen.
Das bestehende Tarifsystem stammt aus den späten 1990er-Jahren und bietet allein für Zeitkarten 182 verschiedene Kombinationen aus Preisstufen und Ticketarten. Künftig werden nur noch sechs Optionen zur Auswahl stehen.
In der ersten Phase der Reform führt der RNN Pauschalpreise für Wochen-, Monats- und Jahreskarten ein. Ein neues Azubi-Jahresabo soll etwa 69 Euro pro Monat kosten – ähnlich dem aktuellen Deutschlandticket. Die Umstellung ist für das dritte Quartal 2026 geplant.
Das Deutschlandticket hat die Reform maßgeblich vorangetrieben: Es macht mittlerweile 72 Prozent der RNN-Einnahmen aus und zeigt die Nachfrage nach einfachen, bundesweit gültigen Tarifen. Auch für Einzel- und Tageskarten sind weitere Vereinfachungen vorgesehen, die bis 2027 umgesetzt werden sollen.
Das neue System ersetzt das komplexe Geflecht aus Zonen und Preisstufen durch einheitliche Tarife. Zeitkarteninhaber erhalten weniger Auswahl, profitieren aber von kalkulierbaren Kosten. Die Reform stellt die größte Umgestaltung des RNN-Tarifsystems seit Jahrzehnten dar.






