28 June 2026, 02:25

René Benko in 18. Ermittlung: Millionenbetrug und Untersuchungshaft seit 2025

Neue Vorwürfe gegen Benko: Hunderte Millionen im Spiel

René Benko in 18. Ermittlung: Millionenbetrug und Untersuchungshaft seit 2025

Der einflussreiche Immobilienmogul René Benko steht mittlerweile in seiner 18. strafrechtlichen Untersuchung. Die jüngsten Ermittlungen konzentrieren sich auf mutmaßliche Geldverschiebungen in München, bei denen es um Hunderte Millionen Euro geht. Seit Januar 2025 befindet er sich in Untersuchungshaft.

Den Behörden zufolge soll Benko 120 Millionen Euro aus dem Bahnhofplatz-Projekt abgezweigt haben. Diese Summe war ursprünglich für die Rückkehr von Galeria Karstadt Kaufhof als Mieter vorgesehen. Stattdessen sollen die Gelder über die Signa Prime Selection umgeleitet worden sein – eine Finanzkonstruktion, die als „Staubsauger“ beschrieben wird und Geld aus verschiedenen Projekten absaugt.

Ein ähnliches Vorgehen soll es bei einem Geschäft mit einem saudischen Staatsfonds und dem Projekt „Franz“ gegeben haben. Die umgeleiteten Mittel dienten angeblich dazu, Liquiditätslücken innerhalb der Signa Group zu schließen. Zudem flossen sie in eine Kapitalerhöhung für den Kauf des Londoner Kaufhauses Selfridges.

Noch in dieser Woche wird sich der österreichische Oberste Gerichtshof mit Berufungen im ersten Betrugs- und Insolvenzverfahren gegen Benko befassen. In seinem privaten Insolvenzfall prüfen die Ermittler derzeit mehrere hochwertige Damenringe. Bei einer Verurteilung würde Benko offiziell als vorbestraft gelten.

Die Vorwürfe umfassen schweren Vertrauensbruch und großangelegten Betrug. Benko bleibt bis auf Weiteres in Haft, während die juristischen Verfahren laufen. Eine Verurteilung könnte eine entscheidende Wende in seiner rechtlichen und finanziellen Situation bedeuten.

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