10 April 2026, 12:31

Reichstag wird mit Milliardenaufwand gegen Cyberangriffe gerüstet

Ein blauer Hintergrund mit weißer Schrift, die besagt "über 40.000 Infrastrukturprojekte bundesweit wurden unter Präsident Biden angekündigt" und ein Logo unten.

Reichstag wird mit Milliardenaufwand gegen Cyberangriffe gerüstet

Reichstagsgebäude in Berlin: Großangelegte Sanierung gegen Cyberbedrohungen

Das Reichstagsgebäude in Berlin steht vor umfassenden Modernisierungsarbeiten, um seine Abwehrkräfte gegen Cyberangriffe zu stärken. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner kündigte die Pläne an und bezeichnete das Vorhaben als "gewaltige Aufgabe". Gleichzeitig forderte sie eine zügige Verabschiedung einer neuen Digitalstrategie, um die Sicherheitssysteme des Parlaments auf den neuesten Stand zu bringen.

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Im Rahmen der Sanierung wird die veraltete Infrastruktur in großem Stil ersetzt. Rund 3.800 Kilometer Kupferkabel – eine Länge, die den Grenzen Deutschlands entspricht – werden entfernt. Stattdessen werden 300 Kilometer Glasfaserkabel, 300 Datenverteilereinheiten und Hunderte neuer Server installiert.

Klöckner betonte die Notwendigkeit strengerer digitaler Zugriffskontrollen. Künftige Systeme sollen regeln, wer Daten abrufen oder weitergeben darf, und die Abhängigkeit von externen Anbietern verringern. Das Projekt folgt einer "3-S-Strategie", die Sicherheit, digitale Souveränität und effiziente Dienstleistungen in den Vordergrund stellt.

Neben den technischen Aufrüstungen wird derzeit ein neues Bundestagspolizeigesetz beraten. Das Gesetz soll den Datenaustausch mit Nachrichtendiensten ermöglichen, um Besucher auf mögliche Risiken zu überprüfen. Klöckner erwartet, dass die Fraktionen den Entwurf noch in diesem Jahr finalisieren. Mit den Bauarbeiten soll jedoch bereits vor dem Sommer begonnen werden.

Ziel der Umstrukturierung ist es, die IT-Systeme des Reichstags abzusichern und die Datenverwaltung intern zu behalten. Durch strengere Zugriffsregeln und moderne Infrastruktur will der Bundestag Cyberangriffe verhindern und die Kontrolle über sensible Informationen enger gestalten. Das Projekt wird sich über mehrere Jahre erstrecken und zählt zu den größten Sanierungen in der Geschichte des Gebäudes.

Quelle