Proteste gegen rechtsextreme Verstrickungen der Gladiator Fight Academy in Halle
Wibke WeitzelProteste gegen rechtsextreme Verstrickungen der Gladiator Fight Academy in Halle
Am Wochenende fand vor dem Hauptbahnhof von Halle eine Protestkundgebung gegen ein örtliches Kampfsportstudio statt, dem Verbindungen zu rechtsextremen Gruppen vorgeworfen werden. Die Demonstrant:innen forderten die Schließung der Gladiator Fight Academy und warfen ihr vor, Gewalt und Diskriminierung zu fördern. Organisiert wurde die Kundgebung von der antifaschistischen Kampagne Daumen runter („Thumbs Down“), bei der Parolen wie „Nazis raus aus unseren Kiezen“ durch die Gegend hallten.
Die Gladiator Fight Academy gerät zunehmend in die Kritik wegen ihrer mutmaßlichen Verstrickung in extremistische Netzwerke. Zu den zentralen Figuren des Studios zählen Theo Weiland, ein bekannter Rechtsextremist, sowie Hans Krüger und Christopher Henze, die beide mit der rechtsextremen Hooligan-Szene in Verbindung gebracht werden. Trotz dieser Verbindungen bestehen die Betreiber darauf, dass ihre Angebote für alle offen seien, und weisen jede extremistische Verknüpfung von sich.
Die Proteste verschärften sich, nachdem die Führung des Studios eine rechtsextreme Veranstaltung in Teutschenthal ausrichtete, an der auch Kandidaten der Alternative für Deutschland (AfD) teilnahmen. Zusätzlich sorgte die jüngste Kundgebung für Aufsehen, da sie in einem städtischen Kultur- und Gemeinschaftszentrum stattfand – eine Entscheidung, die die Demonstrant:innen empörte. Sie fragten, warum öffentliche Räume für solche Zusammenkünfte genutzt würden.
Lokale Aktivist:innen warnen seit Langem vor der Rolle des Studios bei der Rekrutierung und Vernetzung von Rechtsextremen. Die Kampagne Daumen runter, die auch die Samstagsdemonstration anführte, fordert wiederholt von den Behörden, die Einrichtung zu überprüfen und die Betriebslizenz zu entziehen.
Der Protest unterstreicht die anhaltenden Spannungen um die Aktivitäten des Studios und seine mutmaßlichen extremistischen Verbindungen. Die Stadtverwaltung hat auf die Forderungen nach einer Schließung bisher nicht reagiert. Die Gladiator Fight Academy bleibt vorerst geöffnet – allerdings unter verstärkter öffentlicher Beobachtung.






