Politiker attackieren FIFA wegen "absurder" WM-Ticketpreise bis zu zwei Millionen Euro
Karl-Peter MöchlichenPolitiker attackieren FIFA wegen "absurder" WM-Ticketpreise bis zu zwei Millionen Euro
Deutsche Politiker haben die Ticketpreise der FIFA für die Fußball-Weltmeisterschaft 2024 scharf kritisiert. Aydan Özoğuz, Vorsitzende des Sportausschusses des Bundestags, bezeichnete die Kosten als "absurde Preise", während der CDU/CSU-Sprecher Stephan Mayer sie als "überzogen" brandmarkte. Beide forderten den Deutschen Fußball-Bund (DFB) auf, einzugreifen und sich für einen faireren Zugang zu den Spielen einzusetzen.
Özoğuz betonte das Fehlen bezahlbarer Tickets und argumentierte, dass die hohen Preise leidenschaftliche Fans ausschlössen. Die aktuelle Praxis verwandle das Turnier ihrer Meinung nach in eine Veranstaltung für Wohlhabende statt für normale Anhänger. Ihre Kritik kam auf, nachdem auf der offiziellen FIFA-Weiterverkaufsplattform vier Tickets für das Finale angeboten wurden – jedes für fast zwei Millionen Euro.
Mayer unterstützte ihre Bedenken und unterstrich, dass der Fußball auf die breite Teilnahme der Fans angewiesen sei. Er verurteilte die Millionenpreise als "unvertretbar" und forderte die FIFA zu mehr Zurückhaltung auf. Der CDU/CSU-Sprecher wies zudem darauf hin, dass diese extremen Summen aus dem Weiterverkaufsmarkt stammten und nicht aus dem ursprünglichen Ticketverkauf.
Beide Politiker verlangten konkrete Schritte. Özoğuz bestand darauf, dass der DFB sich im FIFA-Rat für niedrigere Preise einsetzen müsse. Mayer erwartete von dem Verband, die Interessen der Fans klar zu vertreten und die FIFA-Haltung infrage zu stellen.
Die Kritik erhöht den Druck auf den DFB, die Erschwinglichkeit der Tickets vor der WM 2024 zu verbessern. Angesichts von Weiterverkaufspreisen in Millionenhöhe droht vielen Fans der Ausschluss von den Spielen. Die Politiker machten deutlich: Das aktuelle Preismodell der FIFA gefährdet die Teilnahme genau jener Anhänger, auf die das Turnier angewiesen ist.






