Paul Wanner wechselt vor der WM 2026 von Deutschland zu Österreichs Nationalteam
Trudel RuppersbergerPaul Wanner wechselt vor der WM 2026 von Deutschland zu Österreichs Nationalteam
Paul Wanner hat im März 2026 seinen sportlichen Staatswechsel von Deutschland nach Österreich vollzogen. Der 20-jährige offensive Mittelfeldspieler, der in Dornbirn als Sohn einer Österreicherin und eines Deutschen geboren wurde, begründete seinen Entschluss mit persönlichen Bindungen und sportlichem Ehrgeiz. Die FIFA genehmigte den Wechsel umgehend, sodass Wanner rechtzeitig vor der WM 2026 in den Kader der österreichischen Nationalmannschaft aufgenommen werden konnte.
Seine österreichischen Wurzeln spielten bei der Entscheidung eine zentrale Rolle. In Amtzell, nahe der österreichischen Grenze, aufgewachsen, war Wanner stets von familiären Bezügen geprägt – seine Großeltern aus Österreich sollen die Nachricht begeistert aufgenommen haben. Obwohl er mit 13 zum FC Bayern München wechselte und sich in den deutschen Nachwuchsmannschaften bis hinauf zur U21 etablierte, bestritt er sein letztes Spiel für Deutschland im Oktober 2025, nachdem er der Mannschaft im Sommer zuvor zum Einzug ins EM-Finale verholfen hatte.
Der Wechsel erfolgte nach jahrelangem Werben beider Verbände. Bereits im November 2021 hatte Julian Nagelsmann geplant, Wanner für die deutsche A-Nationalmannschaft zu nominieren, doch der Spieler lehnte damals ab. Stattdessen entschied er sich für Österreich – maßgeblich beeinflusst von Ralf Rangnick, der ihn von der Zukunftsfähigkeit des Projekts überzeugte. Rangnick berief Wanner umgehend für die Länderspiele im März gegen Ghana und Südkorea in Wien in den Kader und ebnete ihm so den Weg für die WM in einer Gruppe mit Argentinien, Algerien und Jordanien.
Wanner, der sich selbst als klassische "Zehn" sieht, betonte, dass seine Entscheidung nicht allein vom Wunsch angetrieben war, bei der WM dabei zu sein. Er äußerte zudem die Hoffnung, dass Rangnick auch über das Turnier hinaus Österreichs Nationaltrainer bleiben werde – ein Zeichen für sein langfristiges Engagement.
Der Wechsel verlief für Wanner ohne Konflikte; seine Zeit im deutschen Nachwuchs endete ohne Verstimmungen. DFB-U21-Trainer Antonio di Salvo bedauerte zwar den Abgang, respektierte die Entscheidung aber und verwies auf Österreichs starke WM-Perspektiven. Nun voll in die österreichischen Pläne integriert, wird Wanner seinen Platz im Kader festigen wollen, bevor das Turnier beginnt.






