Normenkontrollrat fordert einfachere Bauvorschriften gegen Wohnungsnot und hohe Kosten
Sami RöhrichtNormenkontrollrat fordert einfachere Bauvorschriften gegen Wohnungsnot und hohe Kosten
Nationaler Normenkontrollrat drängt auf vereinfachte Bauvorschriften, um Kosten zu senken und Wohnungsnot zu lindern
Der Nationale Normenkontrollrat (NKR) setzt sich für einfachere Bauvorschriften ein, um die Kosten zu reduzieren und die Wohnungskrise zu entschärfen. Die Behörde argumentiert, dass die aktuellen Standards zu streng seien und bezahlbaren Wohnungsbau erschweren. Ein gestuftes System und geringere technische Anforderungen sollen die Bauprojekte beschleunigen.
Bundesbauministerin Verena Hubertz und Bundesjustizministerin Stefanie Hubig haben kürzlich Pläne für einen „Gebäudetyp E“-Vertrag vorgestellt. Das Justizministerium wird in den kommenden Monaten einen Gesetzentwurf für das Gebäudetyp-E-Gesetz vorlegen. Der NKR will die Regierung während dieses Prozesses fachlich beraten.
Der Rat schlägt ein dreistufiges Standardsystem vor: Basis-, Mittel- und Premiumausführung. Nach dem Vorschlag soll die „Basisausführung“ zum Standard werden, während höherwertige Optionen nur als Aufpreis möglich wären. Zudem will der NKR strenge DIN-zertifizierte Verfahren reduzieren, die die Baukosten in die Höhe getrieben haben.
NKR-Präsident Lutz Goebel kritisiert, dass die aktuellen Regeln zu wenig Flexibilität böten. Bauherren bräuchten mehr Spielraum, um bezahlbaren Wohnraum ohne unnötige technische Auflagen zu schaffen. Die Reformen zielen insbesondere auf Wohngebäude ab, bei denen hohe Standards die Projekte zunehmend verteuern.
Die geplanten Änderungen sollen Bauvorschriften vereinfachen und die Kosten senken. Falls verabschiedet, könnte das neue System den Zugang zu Wohnraum auf dem angespannten deutschen Markt erleichtern. Der Gesetzentwurf des Justizministeriums wird die nächsten Schritte für das Gebäudetyp-E-Gesetz bestimmen.






