Neues Energieeffizienzgesetz: Ehrgeizige Ziele, harte Kritik aus der Wirtschaft
Trudel RuppersbergerNeues Energieeffizienzgesetz: Ehrgeizige Ziele, harte Kritik aus der Wirtschaft
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz hat einen Gesetzentwurf zur Beschleunigung des Energieeffizienzgesetzes vorgelegt. Das Vorhaben zielt darauf ab, Bürokratie abzubauen und die nationalen Vorschriften an die EU-Energieeffizienzrichtlinie anzupassen. Gleichzeitig führt es strenge Energieobergrenzen für öffentliche Einrichtungen ein – was Bedenken hinsichtlich marktwidriger Eingriffe und Eigentumsrechte weckt.
Der Entwurf setzt ehrgeizige Ziele für die Energiereduktion: Der Endenergieverbrauch soll bis 2030 um 27 Prozent, bis 2040 um 39 Prozent und bis 2045 um 45 Prozent sinken – jeweils im Vergleich zu 2008. Unternehmen können die Vorgaben durch zertifizierte Umweltmanagementsysteme nach ISO 14001 erfüllen, wobei bestimmte Ausnahmen gelten.
Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) warnt vor schweren wirtschaftlichen Folgen. Die Erfüllung der Ziele könnte das reale Bruttoinlandsprodukt um fast 9 Prozent schrumpfen lassen. Zudem schreibt das Gesetz starre Regeln für Rechenzentren vor, was Investitionen in diesem Sektor hemmen könnte.
Während der Weltklimarat (IPCC) kürzlich seine extremsten Prognosen zu künftigen CO₂-Emissionen nach unten korrigiert hat, greifen Klimaktivisten in Deutschland zunehmend zu gewaltsamen Mitteln: Kühltürme von Kohle- und Atomkraftwerken wurden jüngst mit Bombenanschlägen attackiert.
Der Entwurf verbindet strenge Effizienzvorgaben mit Flexibilität für die Wirtschaft – doch die wirtschaftlichen Auswirkungen bleiben umstritten. Sollte das Gesetz verabschiedet werden, würde es den Energieverbrauch in öffentlichen und privaten Sektoren grundlegend umgestalten, stößt jedoch auf Widerstand aus der Industrie und wirft Sicherheitsfragen angesichts der eskalierenden Aktivistengewalt auf.






