18 April 2026, 04:27

Neue Preistransparenz an Ladesäulen: Was E-Auto-Fahrer jetzt wissen müssen

Elektroauto-Ladestation in Japan mit Autos, Verkehrskegeln, einer Person auf dem Gehweg, einem Schuppen, Polen, Lampen, Schildern, Bäumen, Pflanzen und einem sichtbaren Himmel.

Neue Preistransparenz an Ladesäulen: Was E-Auto-Fahrer jetzt wissen müssen

Deutschland verschärft die Vorschriften zur Preistransparenz an Ladesäulen für Elektrofahrzeuge (E-Autos). Eine neue Novelle führt nun strengere Offenlegungspflichten ein und schließt damit eine rechtliche Lücke, die Verstöße bisher straffrei ließ. Die Änderungen bringen die nationalen Regelungen in Einklang mit bestehenden EU-Standards.

Seit April 2024 schreibt die Europäische Verordnung über den Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe (AFIR) vor, dass Betreiber von Ladestationen alle Preisbestandteile von vornherein anzeigen müssen. Deutschland fehlte jedoch bislang die rechtliche Grundlage, um Zuwiderhandlungen zu ahnden – dies ändert sich nun. Die aktualisierten Regeln gelten für Schnellladestationen mit einer Leistung von 50 Kilowatt oder mehr und verlangen eine klare, digitale Offenlegung sämtlicher Kostenfaktoren, bevor der Ladevorgang beginnt.

Bei langsameren Ladesäulen müssen die Preisinformationen einem festgelegten Schema folgen: Zuerst wird der Preis pro Kilowattstunde genannt, gefolgt von zeitabhängigen Gebühren und schließlich etwaigen pauschalen Zusatzkosten. Dazu zählen auch mögliche Roaming-Gebühren, sodass Fahrende die vollständige Kostenaufschlüsselung im Voraus einsehen können.

Verstöße gegen die neuen Regelungen werden als Ordnungswidrigkeit geahndet, mit Bußgeldern von bis zu 100.000 Euro. Während der Verband der Verbraucherzentralen (vzbv) die Strafen befürwortet, fordert er zugleich präzisere Definitionen, was als "fairer" Preis gilt. Branchenverbände hingegen äußern Bedenken hinsichtlich der praktischen Umsetzung einer vollständigen Transparenz.

Die Novelle bringt das deutsche Recht mit den EU-Vorgaben in Einklang und schließt damit eine lang bestehende Vollzugslücke. Die neuen Bestimmungen sollen Nutzerinnen und Nutzern von E-Autos klare Preisinformationen bieten, noch bevor sie mit dem Laden beginnen. Betreiber sind nun verpflichtet, alle Kosten digital anzuzeigen, um unerwartete Gebühren zu vermeiden. Mit den vorgesehenen Sanktionen bei Verstößen zielen die Änderungen darauf ab, ein vorhersehbareres und transparenteres Ladenetz in ganz Deutschland zu schaffen.

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