02 May 2026, 06:28

Mieterbund fordert einkommensabhängige Umlage für Modernisierungskosten

Plakat mit dem Titel "Energieeffiziente Heimverbesserungen", das Steuergutschriften für Heimverbesserungen wie Fenster, Türen oder Energieaudits auflistet, mit Bildern eines Hauses, einer Couch, einer Lampe, eines Schranks, einer Blumenvase und anderer Gegenstände.

Mieterbund fordert einkommensabhängige Umlage für Modernisierungskosten

Wie Mieter die Kosten für Wohnungsmodernisierungen künftig tragen, könnte sich bald ändern. Axel Gedaschko, Präsident des deutschen Mieterbunds, fordert ein gerechteres System. Sein Argument: Die aktuellen Regeln belasten einkommensschwache Mieter unfair, da sie nach Sanierungen dieselben Zusatzkosten tragen müssen wie wohlhabendere Nachbarn.

Nach dem bisherigen Modell können Vermieter Modernisierungskosten gleichmäßig auf alle Mieter umlegen. Das führt dazu, dass etwa eine Krankenschwester mit einer Kaltmiete von 4,50 Euro denselben Mietaufschlag nach energetischen Sanierungen zahlt wie ein Doppelverdiener-Haushalt. Gedaschko sieht darin eine zentrale Ungerechtigkeit des bestehenden Systems.

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Er schlägt ein gestaffeltes Modell vor, bei dem Besserverdiener einen größeren Anteil der Sanierungskosten übernehmen. Die Diskussion dreht sich vor allem um Maßnahmen wie klimafreundliche Heizsysteme und Dämmung. Gedaschko betont, dass das Einkommen darüber entscheiden sollte, wie viel jeder Mieter zu diesen Verbesserungen beiträgt.

Der Mieterbund-Chef drängt nun die Union aus CDU/CSU und SPD zum raschen Handeln. Sein Ziel ist es, zu verhindern, dass sozial schwache Mieter – etwa Alleinerziehende – durch notwendige Gebäudesanierungen unverhältnismäßig stark belastet werden.

Würde das neue System eingeführt, würden Mietsteigerungen künftig am individuellen Einkommen orientiert. Damit würde die finanzielle Verantwortung für Modernisierungen stärker auf die Schultern besser verdienender Mieter verlagert. Die Initiative soll energetische Sanierungen für einkommensschwache Haushalte erschwinglicher machen.

Quelle