Merz fordert mehr Schienenverbindungen zwischen Deutschland und Osteuropa
Karl-Peter MöchlichenMerz fordert mehr Schienenverbindungen zwischen Deutschland und Osteuropa
Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich für einen Ausbau der Schienenverbindungen zwischen Deutschland und Osteuropa ausgesprochen. Bei jüngsten Gesprächen bezeichnete er bessere Anbindungen nach Polen und Tschechien als eine zentrale strategische Priorität. Das Thema stößt auch bei den Nachbarregierungen auf Interesse.
Merz traf sich mit Vertretern beider Länder, um sich für den Ausbau grenzüberschreitender Bahnstrecken einzusetzen. Er argumentierte, Deutschland müsse in diese Verbindungen investieren, um Handel und regionale Zusammenarbeit zu stärken. Sowohl die polnische als auch die tschechische Regierung hatten das Thema bereits zuvor mit ihm erörtert.
Zuvor hatte Kanzler Olaf Scholz separate Gespräche mit den Regierungschefs der ostdeutschen Bundesländer geführt. Im Mittelpunkt stand dort das Wirtschaftswachstum in der Region, wobei die Schieneninfrastruktur jedoch nicht im Vordergrund stand. Nun wird Merz' Vorschlag in die Kabinettsberatungen zurückkehren, um weiter geprüft zu werden.
Aktuell konzentrieren sich die Projekte der Deutschen Bahn auf innerdeutsche Modernisierungen, etwa die Strecke Hamburg–Berlin oder digitale Aufrüstungen. Konkrete Pläne für grenzüberschreitende Verbindungen nach Tschechien oder Polen sind in jüngster Zeit jedoch nicht genannt worden.
Die Forderung nach besseren Bahnverbindungen bleibt dennoch auf der Regierungsagenda. Die Kabinettsmitglieder werden den Vorschlag in den kommenden Sitzungen behandeln. Bisher wurden jedoch noch keine konkreten Änderungen an den bestehenden Infrastrukturvorhaben bekannt gegeben.






